Alles, was Papier ausmacht

27.08.2009
Der Bedruckstoff Papier ist Träger von Informationen und sinnliches Erlebnis: Wie das Medium aussieht und wie es sich anfühlt kann zur Botschaft beitragen, die es transportiert.

Die Oberfläche

Das wesentliche Merkmal der Papieroberfläche ist, ob der Bedruckstoff gestrichen ist oder nicht. Papiere können ungestrichen, einseitig oder beidseitig gestrichen sein. Beim Streichen des Papiers in der Papierfabrik wird eine Streichmasse auf die Oberfläche aufgetragen. Dadurch wird das Medium veredelt. Unter „maschinenglatt“ versteht man Papiere, deren Oberfläche nicht veredelt wurde. Bei satinierten Papieren wurde die Oberfläche durch Kalandrierung mit Walzen geglättet. Des Weiteren zeichnet sich die Papieroberfläche durch Glanz oder Mattigkeit aus. Glänzende Bedruckstoffe wirken oft hochwertiger, während sich Schrift auf matten Medien besser lesen lässt.

Volumen und Flächengewicht

Das Volumen eines Papiers bezeichnet seine Dicke im Verhältnis zum Flächengewicht pro Quadratmeter. Bei einem Papier mit einem Flächengewicht von 100 Gramm pro Quadratmeter ist der Bedruckstoff bei einem einfachen Volumen 0,1 Millimeter dick. Bei dickerem Papier steigt das Volumen entsprechend. LASERLINE hat mit Design Offset und Munken Print beispielsweise Papiere mit 1,25- und 1,5-fachem Volumen im Angebot. Das Flächengewicht, auch Grammatur genannt, gibt die Schwere eines Papiers an. Eine gängige Grammatur im Bürobereich ist 80 g/qm.

Weitere Eigenschaften

Die Opazität eines Papiers gibt Aufschluss über den Füllstoffanteil. Papiere mit hoher Opazität sind nicht oder nur wenig durchscheinend, wenn man sie gegen das Licht hält. Papier kann zudem holzhaltig oder holzfrei sein. Holzhaltiges Papier hat eher die Tendenz zum Vergilben. Papierhersteller geben zudem die Laufrichtung ihrer Bedruckstoffe an. Sie zeigt, in welcher Richtung die Papierfasern im Bogen angeordnet sind. Das ist in der Weiterverarbeitung wichtig, denn gefalzt wird parallel zur Laufrichtung. Man kann auch selbst einen Test machen und einen Papierbogen zerreißen: In Laufrichtung franst die Risskante nicht so stark aus wie dagegen.

Spezielle Bezeichnungen

Als Bilderdruckpapier wird in der Regel ein Bedruckstoff bezeichnet, der mit einer Strichmenge von 5 bis 20 Gramm pro Quadratmeter veredelt wurde. Naturpapier ist ungestrichenes Papier. Für die Außenplakatierung verwendet man Affichenpapier: Das einseitig gestrichene Papier mit blaugrauer Rückseite wird daher auch Plakatpapier genannt. Fein- und Feinstpapiere sind aus besonders hochwertigen Stoffen hergestellt. Oft enthalten sie auch Wasserzeichen, Prägungen oder andere Strukturen.

Kartonqualitäten

Fein- und Feinstkartone werden zum Beispiel für Visitenkarten verwendet. Sie zeichnen sich durch hohe Grammaturen und somit durch eine gute Festigkeit aus. Eine Spielart ist der Elfenbeinkarton, der besonders alterungsbeständig ist. LASERLINE bietet ihn mit verschiedenen Strukturen an. Chromolux-Karton ist ein- oder beidseitig hochglänzend gestrichen. Er ist in verschiedenen Farben, auch mit Perlmutt-Effekten, erhältlich.

Aufkleber und Haftfolien

Aufkleber, Etiketten und Sticker werden bei LASERLINE direkt auf selbstklebende Materialien im Digitaldruck gedruckt. Opakes Haftpapier ist nicht durchscheinend und deckt den Hintergrund komplett ab. Aufkleber und Haftfolien können mit permanentem oder wieder ablösbarem Klebstoff produziert sein. Eine Besonderheit ist die 305 g/qm Karton-/Aufkleberkonstruktion. Das Haftpapier auf der Vorderseite sowie der Karton auf der Rückseite lassen sich beidseitig bedrucken. Somit kann beispielsweise eine Postkarte als Werbeträger mit integriertem Aufkleber eingesetzt werden.

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