Abkürzungen richtig einsetzen

20.08.2009
Viele Abkürzungen sind gang und gäbe. Das heißt jedoch nicht, dass man sie wahllos im Layout einsetzen sollte. Vielmehr gibt es auch hier einige Regeln, die man kennen sollte.

Abkürzungen vermeiden?

Gerade in Fließtexten wirken Abkürzungen oft störend und verhindern, dass der Leser den Text flüssig durchgehen kann. Hier sollte man bei jeder Kurzformel sorgfältig prüfen, ob sie wirklich sinnvoll ist. Auf jeden Fall zu vermeiden sind die Abkürzungen jedoch am Satzanfang: Hier ist man auf der sicheren Seite, wenn man den Begriff oder die Begriffe ausschreibt. Bei Abkürzungen mit Ziffern ist es am besten, wenn nach der Ziffer nichts mehr folgt. Vergleiche: "Nummer eins geht ins Rennen" und: "Der Sieg ging an Nr. 1". In wissenschaftlichen und technischen Veröffentlichungen sind Abkürzungen generell eher angemessen.

Symbole

Ebenfalls als Abkürzungen kann man einige Symbole verstehen – zum Beispiel das Sternchen für "geboren" und das Kreuz für "gestorben". Wichtig ist, dass die Symbole gängig sind und sich dem Leser sofort erschließen. Das ist auch bei zwei ineinander geschlungenen Kreisen – für "verheiratet" oder den Kreis mit Kreuz nach unten für "weiblich" beziehungsweise dem Pfeil nach rechts oben für "männlich" der Fall. Weniger geläufig sind beispielsweise zwei Kreise, die durch einen Strich voneinander getrennt sind für "geschieden".

Abstände

Die meisten Abkürzungen werden mit einem reduzierten Zwischenraum gesetzt. Bei "usw." für "und so weiter" entfällt der Zwischenraum jedoch. Werden Währungen oder Maßeinheiten abgekürzt, so darf die dazugehörige Ziffer nicht einzeln am Ende einer Zeile oder Seite stehen bleiben. Sie gehört zwingend zur jeweiligen Einheit. Außerdem werden diese Abkürzungen ohne Punkt gesetzt. Vergleiche: "10 kg" und "z.T.". Die Faustregel lautet: Abgesehen von den Maßeinheiten erhalten alle Abkürzungen einen Punkt, bei denen der Wortlaut ausgesprochen wird. Steht eine Abkürzung am Ende eines Satzes, so ist der Abkürzungspunkt gleichzeitig der Satzpunkt.

Weitere Begriffe

Nicht alle Abkürzungen sind auf den ersten Blick als solche erkennbar, sondern haben sich bereits als eigene Begriffe etabliert. Als Akronym bezeichnet man eine Abkürzung, die aus mehreren Buchstaben oder Begriffen gebildet wurde und die man als ein Wort aussprechen kann – zum Beispiel "TÜV". Einen Begriff, das durch Auslassen von Wortteilen entstanden ist, nennt man Kurzwort – zum Beispiel "Lok" für "Lokomotive". Wird eine Abkürzung aus den Anfangsbuchstaben mehrerer Begriffe oder Silben gebildet, so heißt das Initialwort – zum Beispiel "Kripo" aus "Kriminalpolizei". Kann man die Abkürzung nicht als ein flüssiges Wort aussprechen, sagt man dazu auch Buchstabenkette. Eine festgelegte Buchstabenfolge, zum Beispiel einen Code, nennt man Kürzel.

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