9. "Tage der Typografie"

03.05.2007
Vom 7. bis zum 10. Juni 2007 finden in Lage-Hörste die 9. "Tage der Typografie" mit Workshops vor allem für "Typo-Grafen" und "Typo-Gräfinnen" statt ...

"Noblesse oblique" lautet das Motto der diesjährigen 9. Tage der Typografie, die vom 7. bis zum 10. Juni 2007 in Lage-Hörste stattfinden. Es wird bei der viertägigen Veranstaltung jedoch nicht darum gehen, zu was der Adel verpflichtet ist oder war: Vielmehr stehen die "Typo-Grafen" und "Typo-Gräfinnen" im Mittelpunkt - und mit ihnen die hohe Qualität und Individualität der Typografie. Neben praxisorientierten Workshops finden zwei Vorträge statt. Daneben soll aber auch der Austausch unter Grafikdesignern, Schriftsetzern und Studenten nicht zu kurz kommen.


Das Motto: Noblesse oblique

Die Redewendung "Noblesse oblige" oder "Adel verpflichtet" ist zwar sehr bekannt, lässt jedoch offen, wozu der Adel eigentlich verpflichtet war. Mittlerweile hat sich diese Frage allerdings erübrigt, da man auch ohne Adel ganz gut leben kann. Ohne Typografie ist das schon schwieriger, und so spielen sie nach wie vor eine wichtige Rolle: die TypoGrafen und TypoGräfinnen. Etwas schräg sind sie natürlich schon, denn wer sonst beschäftigt sich ernsthaft mit Versalausgleich oder stöhnt bei einem wunderbaren Bildkalender "Schon wieder die Comic Sans!"? Gute Typografie aber ist nicht steif, altmodisch oder langweilig, sondern sehr vielseitig. Typografie verpflichtet - dieser Anspruch wird auch auf den 9. Tagen der Typografie die gemeinsame Basis für die Workshops, die Vorträge und natürlich auch für die Teilnehmer selbst sein. Designstudenten, Grafikdesigner, ambitionierte Schriftsetzer, Dozenten und Ausbilder sowie viele andere Teilnehmer/innen aus unterschiedlichen Bereichen der Druck- und Medienbranche haben Gelegenheit zum Austausch, zur Weiterbildung und Umsetzung ihrer kreativen Ideen.

Eröffnungsvortrag - "Artiges und Abartiges"

Die 9. Tage der Typografie werden am Donnerstag, den 7. Juni (Fronleichnam) um 15:30 Uhr mit dem Vortrag "Noblesse: Artiges und Abartiges" von Lukas Hartmann eröffnet. Darin soll es um das Gegenteil von "Noblesse" gehen und darum, wie es sich in der Typografie manifestiert. Der Referent verspricht einen spannenden Vortrag, in dem unter anderem "ein Mann mit Fliege, Karl Marx und Todesanzeigen" eine Rolle spielen werden. Lukas Hartmann ist gelernter Schriftsetzer und arbeitet als Konzepter und Gestalter sowie als Redakteur der "Typografischen Monatsblätter". Im Anschluss an den Vortrag werden einige Teilnehmer ihre Arbeiten in Kurzpräsentationen vorstellen.

Zwei Workshops zur Auswahl

Nach dem Eröffnungstag werden am Freitag und Samstag tagsüber die Workshops angeboten. Derzeit gibt es noch freie Plätze in den Veranstaltungen "Von und zu Typen und Charakteren" mit Ingo Krepinsky und Stefan Krömer sowie "Typedesign mit Durchblick" von Dan Reynolds. Im Workshop der beiden Grafikdesigner Ingo Krepinsky und Stefan Krömer aus Bremen, die unter dem Namen "Typonauten" firmieren, liegt der Schwerpunkt auf Typen und Charakteren: Reale oder erfundene Personen sollen von den Teilnehmern mit dem Zeichensatz einer Schrift dargestellt werden. Dan Reynolds, Schriftdesigner und Mitarbeiter bei Linotype entwirft in seinem Workshop gemeinsam mit den Teilnehmern eine Schablonenschrift.

Abwechslungsreiches Abendprogramm

Nach den Workshops findet am Freitagabend der Vortrag "Gold ist nicht gleich Gold" statt. Er wird von Marco Mölling von Bölling Prägedruck und Anke Stache von den Frankfurter Artdiktatoren gehalten. Der praxisorientierten Vortrag handelt von den wichtigsten Prägevariationen. Die Referenten wollen zeigen, wie sich Blindprägung, Heißfolienprägung, Heißfolienreliefprägung und Stahlstich in der Praxis umsetzen lassen. Gemeinsam wollen sie darlegen, wie Kreation und Technik nahtlos ineinander greifen können. Der Samstagabend klingt dagegen nicht typografisch, sondern mit einem Konzert der Gruppe "Dikanda" aus. Die in Polen gegründete Band hat orientalisch geprägte Songs im Repertoire.

Abschlussdiskussion am Sonntag

Nach dem musikalischen Abschluss des Samstagabends werden am Sonntag gemeinsam die Workshopergebnisse besprochen. Anschließend ist gegen Mittag die Abreise vorgesehen. Die Teilnehmer sollen auch nützliche und interessante Kontakte mit nach Hause nehmen können: Wer will, kann sich während der Veranstaltung abends in der Kneipe mit Gleichgesinnten zusammensetzen oder andere Freizeitaktivitäten wie Sauna, Schwimmbad oder Tischtennis nutzen.

Anmeldung und Preise

Die Tage der Typografie werden 2007 vom ver.di Institut für Medien, Bildung und Kunst in Zusammenarbeit mit TYPOSITION, Botschaft für Typografie und Gestaltung aus Offenbach organisiert. Erwerbstätige, die nicht Mitglied in der Gewerkschaft ver.di sind, zahlen 400,- EUR für die Teilnehme. Miglieder von ver.di zahlen 200,- EUR. Auszubildende, Studierende und Arbeitslose, die kein ver.di-Mitglied sind, zahlen ebenfalls 200,- EUR. Für Auszubildende, Studierende und Arbeitslose, die zu ver.di gehören, beträgt die Teilnahmegebühr 110,- EUR. Verpflegung und Unterkunft sind im Preis eingeschlossen. Veranstaltungsort ist das ver.di Institut für Bildung, Medien und Kunst.

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