10 Tipps für kreative Bewerbungen

06.09.2018
Der Designer ist kreativ. Er weiß, welche Farben miteinander harmonieren. Übersichtliche Texte und Grafiken gestaltet er mühelos. Und? Reicht das für eine Bewerbung, die angemessen auffallen soll? Meistens nicht. Erfahren Sie mehr.

Endlich ist mal wieder eine Stellenausschreibung genau so, wie Sie sie sich vorstellen. Die Anforderungen, was die fachliche Qualifikation angeht, passen perfekt. Sie müssten nicht umziehen, nicht pendeln. Trotz der ersten Freude ist Ihnen klar: Dieses Gefühl werden einige mehr haben. Wie können Sie die Konkurrenten ausstechen? Wie muss Ihre Bewerbung aussehen? Was können Sie sonst noch von sich erzählen, um aus der Masse herausstechen? LASERLINE gibt 10 Tipps, wie Sie sich mit Ihrer Bewerbung am besten verkaufen können.

Tipp 1: Immer die Basics beachten

Das beginnt dabei, keine Rechtschreib-, Zeichensetzungs- und Grammatikfehler zu machen. Und endet dabei, dass das Anschreiben maximal eine DIN A4-Seite lang ist. Vergessen Sie nicht, die unternehmensspezifischen Vorgaben einzuhalten. Manchmal ist inklusive der Zeugnisse nur ein PDF-Dokument erlaubt, manchmal ist die Dateigröße beschränkt. Manchmal muss die Betreffzeile in der E-Mail einen genauen Wortlaut oder eine spezielle Nummer beinhalten, damit die Personalabteilung die Bewerbungen für verschiedene Stellen schnell zuordnen kann. Wer diese Standards alle nicht oder nur ungenau beachtet, nimmt die Bewerbung aus Sicht eines Personalers im Zweifel nicht ernst genug und ist raus.

Tipp 2: Nicht drumherumreden

Verzichten Sie auf Floskeln wie „Mit hohem Interesse haben ich Ihre Stellenausschreibung gelesen“. Der Personalverantwortliche hat nur wenige Sekunden Zeit und braucht Fakten schnell. Trauen Sie sich, in kurzen und wenigen Worten zu sagen, welche Qualifikationen Sie mitbringen. Greifen Sie Höhepunkte aus Ihrem Lebenslauf heraus, die auf die Stellenbeschreibung besonders gut passen. Auslandsaufenthalte, herausragende Projekte oder Begabungen können Sie von anderen Bewerbern unterscheiden. Optisch noch unverbraucht sind in Anschreiben kurze Aufzählungen.

Tipp 3: Farbgestaltung

Eine Überlegung wert: Gestalten Sie Ihre Bewerbung optisch in den Unternehmensfarben und/oder im Corporate Design. Das zeigt, dass Sie sich mit dem Unternehmen auseinandergesetzt haben. Wenn die Stelle das Gestalten von Flyern und Postern beinhaltet, kann eine Bewerbung auch genauso gestaltet sein.

Tipp 4: Von hoch zu quer

Manchmal ist es der Überraschungseffekt, der wirkt. Man ist immer noch an das klassische A4-Hochformat gewöhnt. Wer ein PDF im Querformat öffnet, wird stutzen. Wenn Sie es schaffen, das neue Format optisch gut auszufüllen, wunderbar. Beliebt ist zum Beispiel ein Zeitstrahl, der die wichtigsten Etappen in Ihrer beruflichen Entwicklung präsentiert. Einen klassischen Lebenslauf sollte man auf Wunsch nachreichen können.

Tipp 5: Mut zu Schwächen

Immer noch Hingucker ist das Zugeben von Schwächen. Sind vielleicht Programmkenntnisse gefragt, die Sie nicht perfekt erfüllen können, kann es erfrischend sein, wenn Sie das mit in die Bewerbung aufnehmen. Stellenbeschreibungen sind schließlich meistens nach dem Prinzip „Eierlegende Wollmilchsau“ formuliert, auf die kein Lebenslauf perfekt passen kann.

Tipp 6: Die dritte Seite

Sie ist umstritten, aber einen Versuch wert: die dritte Seite. Nutzen Sie die Möglichkeit, sich zwischen Anschreiben und Lebenslauf mit einem kurzen Statement zu charakterisieren. Und wenn Ihnen ein Statement nicht gefällt: Schreiben Sie ein Gedicht, zeichnen Sie einen Comic, oder oder oder. Wenn Sie ansonsten sehr nüchterne Unterlagen haben, können Sie sich hier etwas einfallen lassen.

Tipp 7: Softskills nicht vergessen

Die sogenannten Softskills sollten Sie nicht vergessen: Neben Ihren fachlichen Qualifikationen sind es vermehrt Dinge wie Teamgeist, Führungsqualität, Engagement, Zeitmanagement oder Belastbarkeit, die zählen. Das schlichte Aufzählen bringt aber nicht viel. Sie sollten diese Begriffe mit Stationen aus Ihrem Lebenslauf unterfüttern. Oder mit Zitaten aus Zeugnissen, die diese Soft Skills belegen.

Tipp 8: Nichts vorgaukeln

Geben Sie nur Fähigkeiten und Kenntnisse an, die Sie glaubwürdig vertreten können, wenn Sie eingeladen werden. Eigentlich logisch. Aber oft denkt man sich: Jetzt schaue ich erst einmal, dass ich eingeladen werde. Verschenkte Zeit, wenn Sie dann auffliegen.

Tipp 9: Immer individuell

Machen Sie deutlich, dass Sie kein Standardschreiben verschicken. Auch den Lebenslauf kann man der Ausschreibung entsprechend anpassen – hinsichtlich Reihenfolge und Optik. Dezent eingesetzt, kann man zum Beispiel mit Fettungen im Anschreiben arbeiten. Strömungen aus Werbemailings schwappen auf das optische Gestalten von Bewerbungen über.

Tipp 10: Print versus digital

Die meisten bewerben sich heutzutage digital. Deswegen können Sie auffallen, wenn Sie sich mit einer gut gestalteten Bewerbung per Post auf eine Stellenausschreibung melden. Das haptische Erlebnis wirkt immer noch. Schließt das Unternehmen jedoch das postalische Zusenden aus, verzichten Sie natürlich auf diesen Versuch.

Ein Tipp zum Abschluss

Herausstechen lautet die Aufgabe eines jeden Bewerbers. Bei allen kreativen Ideen, wie das gelingen kann, gilt jedoch immer: Nicht übertreiben. Gerade als Designer sollte man ein Gespür dafür haben, was angemessen ist. Und die Ideen sollten zum Unternehmen und zur Stelle passen. Ein Restrisiko, am Geschmack des Personalers vorbei zu gestalten, besteht natürlich immer. Aber auch er wird die Mühe, die Sie in eine Bewerbung gesteckt haben, schätzen. Denn eines ist überall gleich: Ein Unternehmen sucht Mitarbeiter, die Einsatz zeigen und sich auf den Job freuen. Viel Erfolg!

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