Berlin, 3. Mai 2006

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Farbige Personalisierung erhöht Antwortrate

Im Digitaldruck erzeugte personalisierte Druckprodukte sind von Offsetprodukten kaum zu unterscheiden

Die Wirtschaft der vergangenen Jahre war geprägt von verunsicherten Verbrauchern, gepaart mit einer geringen Investitionsbereitschaft der Unternehmen. Einzig der Werbebereich verzeichnet seit Jahren einen deutlichen Investitionsanstieg – und das Direktmarketing nimmt dabei einen immer größer werdenden Stellenbereich ein. Adressierte Werbesendungen sind der Studie „Direkt Marketing Monitor“ der Deutschen Post zufolge das ausgabenstärkste Direktmarketingmedium. Sie erreichen eine wesentlich höhere Antwortrate als klassische Werbemedien. Zudem zeigen neueste Studien, dass eine Personalisierung und zeitgleiche Verwendung vierfarbiger Elemente die Reaktionsrate der Angeschriebenen nochmals um ein Vielfaches erhöht. Dank neuester Digitaldrucktechnologie lassen sich dabei alle Elemente eines Druckerzeugnisses personalisieren und bereits in kleinsten Auflagen realisieren. Der Adressat kann dieses anschließend von einem im Offset erzeugten Druckprodukt kaum noch unterscheiden.

Adressierte Werbesendungen Nr. 1
In Deutschland setzen die Unternehmen bevorzugt und verstärkt auf eine persönliche Kundenansprache über adressierte Werbesendungen. Das belegt die derzeit aktuellste Studie 17 der Deutschen Post „Direktmarketing Deutschland 2005“ mit eindrucksvollen Zahlen: Allein im Jahr 2004 investierten Unternehmen in Deutschland 11,8 Mrd. EUR in den zielgenauen Kundendialog. Im Vergleich zum Vorjahr (10,7 Mrd. EUR in 2003) stiegen damit die Ausgaben deutlich an. Auch der Nutzeranteil adressierter Werbesendungen erhöhte sich von 24 % in 2003 (298.000 Unternehmen) auf 29 % in 2004 (378.000 Unternehmen) – Tendenz weiter steigend, vor allem bei kleineren Unternehmen. Adressierte Werbesendungen sind damit die unangefochtene Nummer eins der Direktmarketingmedien.

Farbig und personalisiert gewinnt
Grund für diese positive Tendenz, den Werbeetat zu einem Großteil in Direktmarketing und adressierte Werbesendungen zu investieren, ist die hohe Erfolgsquote dieses Werbemediums. Vor allem umfangreiche und ausgefallene Sonderformate erwecken das Interesse des Angesprochenen und sind die Gewinner bei dessen Selektion der täglichen Flut an Werbebriefen. Nur wer heraussticht, wird gelesen. Und wer gelesen wird, dem winkt der Erfolg: Eine Antwort, eine Reaktion und im besten Fall eine langfristige Kundenbindung sowie ein Abverkauf der angepriesenen Ware oder Dienstleistung. Dabei ist es gar nicht so schwer, eine herausstechende Werbepost zu versenden. Wie eine in den USA durchgeführte Studie von Romano und Broudy im Auftrag von Canon ergab ist die Antwort-Rate eines nicht-adressierten in schwarz-weiß gehaltenen Anschreibens gerade einmal 0,45 %. Steigern kann man diese Reaktionsrate jedoch um 135 %, wenn neben einer Personalisierung in Form des Empfängernamens auch noch vollfarbige Elemente verwendet werden. Spezifiziert man zusätzlich den Kreis der Adressaten mit hinterlegten Datenbankinformationen, wie Interessen oder Käuferverhalten, lassen sich die Antworten um 500% steigern! Farbige und personalisierte Anschreiben sind damit eindeutig die Gewinner im Rennen um die Gunst der Kunden.

Außergewöhnlich bleibt in Erinnerung
Wichtig bei einer Werbesendung aber ist, den Kunden vom Lesen der Post zu überzeugen und vom Wegwerfen abzuhalten. Der Empfänger muss deshalb ein Schreiben immer auch von der Verpackung und der gesamten Aufmachung her als interessant genug einstufen, um den Anreiz zu erhalten, den Brief zu öffnen. Außergewöhnlich ist hier die Devise, wie besonders erfolgreiche Direktmarketing-Aktionen beweisen. Die besten Kampagnen im Dialogmarketing wurden Anfang April 2006 vom Deutschen Direktmarketing Verband e.V. mit dem Deutschen Dialogmarketing Preis (ddp) ausgezeichnet. Die Gewinner der Kategorie „Mailing“ beweisen dabei eindrucksvoll, wie erfolgreich eine adressierte Werbesendung bei entsprechender Konzeption sein kann. Ob die nur mit schwarz ausmalbare Malvorlage des Tropenwaldes für die Tropenwaldstiftung OroVerde, zu der auch ein Farbkasten mit einer Farbe – schwarz – versandt wurde (32 % Zusicherung der Unterstützung) oder der „handgeschriebene“ Brief des Herrn Hättich-Bloss von der Firma was wäre wenn GmbH zur Bewerbung der physischen Sicherheit für Rechenzentren von IBM Global Services (8 % Projektumsetzung) – derartig außergewöhnliche Werbebotschaften hinterlassen Eindruck und besitzen eine enorm hohe Erinnerungsquote.

Digitaldrucktechnologie ermöglicht höchstes Niveau
Möglich macht dies nicht zuletzt die neueste Drucktechnologie. Noch vor einem Jahrzehnt waren personalisierte Druckerzeugnisse nur umständlich zu erzeugen. Farbige Inhalte mussten zunächst im Offsetverfahren vorgedruckt werden, um dann im Digitaldruck mit schwarzer Schrift personalisiert zu werden. Heute können dank neuester Technologie im Digitaldruck alle auf einem Druckerzeugnis enthaltenen Elemente individuell und natürlich vierfarbig erstellt werden. Sogar Bildinhalte sind dank Effektbild-Modulen unterschiedlich zu realisieren. Die beinahe explosionsartige Weiterentwicklung im Bereich Digitaldruckmaschinen bietet Werbetreibenden heutzutage deshalb die Chance, auch bei geringen Produktionskosten hochwirksame Werbepost zu produzieren – natürlich farbig und personalisiert. Die mit den neuen Maschinen einhergehenden Qualitätssprünge haben außerdem zur Folge, dass die Druckerzeugnisse nicht nur schnell und individuell erstellt werden können, sondern auch von brillanter Qualität sind. So ist die im Digitaldruck erzeugte adressierte Werbebotschaft von einem im Offset hergestellten Druckerzeugnis kaum mehr zu unterscheiden. Diesen Vorteil machte sich auch die Point Werbeagentur für eine Aktion des Deutschen Kinderschutzbundes zu Nutze. Zwei Kinder schrieben darin einen Brief an Radiosender, in dem Sie erklärten mit ihrem „Piratensender Kinderkram“ demnächst den Werbeblock entern zu wollen. Schon bald wurde im Internet darüber diskutiert, ob die beiden Radiopiraten echt seien oder nicht. Und der Deutsche Kinderschutzbund erhielt von über der Hälfte der angeschriebenen Sender kostenlosen Werbeplatz zur Verfügung gestellt. Die Kampagne hatte sich in den Köpfen verankert – dank hochwertiger Drucktechnologie und natürlich einer wahrhaft zündenden Idee.

Charlotte Stanek



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