Wie arbeiten Masken?
Auch bei Adobe Photoshop CS4 kann man „in die Maske gehen“: Durch das Abdecken von einzelnen Bildpartien kann man sich ungestört dem „Schminken“ von anderen Bereichen widmen.
18. März 2010
Ebenenmaske, Vektormaske, Schnittmaske – die Begriffsvielfalt in Adobe Photoshop ist verwirrend. Gearbeitet wird im Maskierungsmodus, aber auch in der Kanäle-Palette lassen sich Masken bearbeiten. Trotz der ganzen Vielfalt ist der Zweck der Masken verblüffend einfach: Sie decken Bildbereiche ab, die von der Retusche ausgenommen werden sollen.
Entstehung
Der Begriff der Maske stammt noch aus der Reprotechnik. Damals schnitt man Folien so zu, dass sie das Negativ abdeckten und die entsprechenden Stellen beim Belichten ausgespart wurden. Der abgedeckte Bereich wurde jedoch nicht entfernt – das ist auch ein wesentliches Prinzip der Masken in Photoshop. Durch das Abdecken bleiben die unter der Maske liegenden Bereiche erhalten und müssen nicht gelöscht werden.
Begriffsklärung

Quelle: Thomas Max Müller
(Pixelio)
Enthält eine Ebene eine Maske, so wird sie Ebenenmaske genannt. Eine Ebenenmaske blendet bestimmte Bereiche der Ebene aus. Basiert eine Ebenenmaske nicht auf Pixeln, sondern auf Vektoren, so nennt man sie auch Vektormaske. Bei einer Schnittmaske dienen die Transparenz-Informationen einer Ebene als Maske für eine andere. Sobald man in Adobe Photoshop eine Auswahl trifft und den Maskierungsmodus aktiviert, wird die Auswahl als Maske dargestellt. Auch der Alpha-Kanal lässt sich als Maske darstellen.

Quelle: Sandra Küchler
Arbeitsweise
Wie eine Maske bei einem Kostüm einen Teil des Gesichts abdeckt, so deckt eine Maske in Photoshop einen Teil des Bildes ab – am restlichen Bereich lassen sich dann Veränderungen vornehmen. Eine Maske wird innerhalb von Photoshop immer als Graustufeninformation behandelt. Zwischen Weiß für „alles ausgewählt“ und schwarz für „nichts ausgewählt“ liegen die einzelnen 256 Abstufungen. Masken lassen sich auf Bildebenen, Smart-Objekte und Textebenen anwenden. Sie funktionieren jedoch nicht bei Hintergrundebenen!

Quelle: Sandra Küchler
Kanäle-Palette
Maskierungen werden in der Kanäle-Palette in kursiver Schrift angezeigt. Wird über das Auge-Symbol die Bildinformation an sich ausgeblendet, lässt sich die Maske wie ein Graustufenbild bearbeiten. Dabei können Malwerkzeuge, Filter, Verläufe, Weich- und Scharfzeichner angewendet werden. Das Verfahren empfiehlt sich, um Masken den letzten Schliff zu geben und feine Details auszuarbeiten.
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