Was bringt die Farbmessung?


Spektralfotometer und Densitometer sind Messgeräte, die in der Druckvorstufe zur Qualitätskontrolle und Qualitätssicherung eingesetzt werden.


02. August 2007


Die Qualität eines Druckerzeugnisses hängt nicht zuletzt von seiner Farbigkeit ab - wie nahe kommt sie der Vorlage, ist sie gleichmäßig verteilt? Mit dem bloßen Auge lassen sich Farbort und Farbdichte nicht überprüfen, deshalb spielt in der Qualitätskontrolle das Farbmanagement eine wichtige Rolle. Densitometer, Spektralfotometer und Spektral-Densitometer heißen die speziellen Messgeräte, die Farbigkeit objektiv und zuverlässig kontrollieren.

Warum Farbmessungen?
Qualitätssicherung und das Farbmanagement spielen in der Druckbranche mittlerweile eine große Rolle. Nur ein durchgängiges Farbmanagement garantiert, dass die Farbe im Druck über die ganze Auslage hinweg gleich aussieht und sich nicht von der Vorlage unterscheidet. Vergleichbare und objektive Ergebnisse können nur durch spezielle Messgeräte - Densitometer, Spektralfotometer und Spektral-Densitometer - geliefert werden.

Densitometer
Densitometer ermitteln die Werte für die Farbdichte. Man unterscheidet Durchsicht-Densitometer für Negative und Dias sowie Auflicht-Densitometer für Druckvorlagen, Dokumente oder Fotoabzüge. Mit den Messgeräten kann die Schichtdicke der Druckfarbe kontrolliert werden. Auch der Tonwert einer Farbe lässt sich ermitteln und überprüfen. Das Densitometer beleuchtet dazu die zu messende Stelle auf dem Druck oder der Vorlage durch einen Filter. Je nachdem, wie dick und wie pigmentiert die Farbschicht ist, wird das Licht absorbiert oder zurückgeworfen. Der nicht absorbierte Teil des Lichts wird zum Messgerät zurückgeschickt und zu einer Fotodiode geleitet. Die Fotodiode wandelt das Licht in elektrische Energie um, die mit einem Referenzwert verglichen wird. Auf diese Weise lässt sich die Farbdichte angeben.

Spektralfotometer
Spektralfotometer stellen den Farbort einer Farbe fest und geben ihn als L*a*b*-Wert wieder. Diese Messgeräte können außerdem Farbunterschiede ermitteln und ausgeben. Das funktioniert, weil das Spektralfotometer im Gegensatz zu einem Densitometer die Remissionswerte über das gesamte Spektrum des Lichts misst. Dazu leitet das Gerät ebenfalls Licht auf den Druck oder die Vorlage. Das reflektierte Licht wird jedoch anschließend in mehrere spektrale Abschnitte zerlegt und nicht wie beim Densitometer nur durch einen einzelnen Filter gemessen. Danach wird es auf eine Diodenzeile geleitet. Dort werden die Werte verstärkt, digitalisiert und als Remissionskurve dargestellt.

Spektral-Densitometer
Neben reinen Densitometern und Spektralfotometern gibt es auch Messgeräte, die sowohl Farbdichte als auch Farbort messen können.  Sie werden meist als Spektral-Densitometer bezeichnet und haben den Vorteil, dass sie beide Messverfahren in einem einzigen Vorgang durchführen. Das spart viel Zeit, weshalb diese Kombisysteme immer beliebter werden. Allerdings kosten sie auch mehr.

Weitere Funktionen der Messgeräte
Die meisten Densitometer, Spektralfotometer und Spektral-Densitometer können über einen USB-Anschluss an den Computer angeschlossen werden. Mit der entsprechenden Software lassen sich die Messergebnisse übertragen, speichern und über längere Zeiträume hinweg auswerten. Die Messgeräte sind meist nicht viel größer als ein Telefon und lassen sich mit wenigen Tasten bedienen. Auch der Messvorgang dauert in der Regel nur wenige Sekunden. Auf dem Display des Systems ist das Messergebnis sofort ablesbar. Viele Modelle lassen sich darüber hinaus für Links- und Rechtshänder konfigurieren.


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