Verschiedene Satzarten
Text kann im Layout auf verschiedene Art und Weise ausgerichtet werden: linksbündig, rechtsbündig oder zentriert sowie im Flatter-, Block-, Form- oder auch im Freisatz.
17. Dezember 2009
Fließtexte werden im Layout hierzulande meist linksbündig und im Flattersatz gestaltet. Doch das sind nicht die einzigen Möglichkeiten, um Text in Dokumenten auszurichten. Man kann die Textzeilen auch rechtsbündig oder zentriert anordnen oder sie im Blocksatz setzen. Als Gestaltungsobjekt wird der Form- oder Freisatz verwendet.
Links- und rechtsbündig, zentriert
 Die horizontale Platzierung der Zeile wird auch als Ausrichtung bezeichnet. Linksbündiger Text orientiert sich am linken Rand und läuft nach rechts frei aus. Bei rechtsbündigem Text ist es umgekehrt. Das menschliche Auge ist hierzulande an linksbündigen Text gewöhnt. Nach dem Zeilenende springt der Blick an einen festen Punkt am Zeilenanfang, an dem er sich orientieren kann. Zentrierter Text orientiert sich dagegen an der Mittelachse des Dokuments und flattert daher nach beiden Seiten.
Flatter- und Blocksatz
Wie der Name schon sagt, läuft Flattersatz am linken oder rechten Rand lose aus. Blocksatz füllt dagegen die ganze Zeile und variiert dazu die Laufweite. Beim Flattersatz wird meist noch manuell eingegriffen, um unschöne Lücken zu vermeiden und das Flattern gleichmäßiger auszurichten. Text ohne diese Eingriffe nennt man auch Rausatz.
Form- und Freisatz
 Formsatz orientiert sich nicht an Achsen oder Zeilenlängen, sondern an einer vorgegebenen Form. Er wird oft als Gestaltungselement verwendet – zum Beispiel in Form einer Kugel oder von Buchstaben. Dies geschieht jedoch manchmal auf Kosten der Lesefreundlichkeit. Freisatz folgt dagegen nicht einmal einer Form – er wird so gesetzt, dass er gut wirkt. Das ist jedoch bei großen Textmengen meist nicht angebracht.
Wie wirken die Satzarten?
 Gut gesetzter Blocksatz wirkt ruhig und ausgeglichen, kommt jedoch nur für längere Zeilen in Frage. Flattersatz macht dagegen einen lebhafteren Eindruck. Bei schmalen Textspalten eignet sich der linksbündige Flattersatz besser, da sonst durch das Ausgleichen der Zeilenbreite Lücken entstehen könnten. Rechtsbündiger Satz verwirrt das Auge jedoch, da es sich erst auf den neuen Orientierungspunkt einstellen muss. Flüssiges Lesen wird so sehr erschwert. Gleiches gilt für Text, der an der Mittelachse ausgerichtet wurde. Er wird meist nur bei Sprüchen, Zitaten oder kurzen Gedichten eingesetzt.
Weitere Bezeichnungen
Die Ausrichtung des Textes nennt man auch Satzausschluss. Für die auslaufende Zeile im Flattersatz ist der Begriff Flatterrand gebräuchlich. Im Bleisatz nannte man das Dehnen der Wortzwischenräume für den Blocksatz auch Austreiben.
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