Ein Gestaltungsraster teilt die Seiten in verschiedene Bereiche und gibt dadurch Leitlinien für das Layout. Ein Raster kann auch der Standardisierung und Strukturierung dienen.
10. Dezember 2009
Gestaltungsraster dienen im Layout dazu, einen Rahmen für die einzelnen Elemente vorzugeben. Dadurch können wiederkehrende Objekte und Seiten auch standardisiert werden. Gleichzeitig gibt das Gestaltungsraster dem Layout eine Struktur, wodurch es klarer und aufgeräumter wirkt. Dabei stehen verschiedene Rastertypen zur Verfügung.
Spalten
Eines der einfachsten Gestaltungsraster beruht auf Spalten. Vor allem bei Zeitungen und Zeitschriften ist ein in Spalten aufgeteiltes Layout Standard. Ebenfalls zum Gestaltungsraster zählen die Position der Seitenzahlen und anderer Elemente. Für unterschiedliche Rubriken lassen sich beispielsweise verschiedene Spaltenraster entwerfen.
Aufbau eines Spaltenrasters
Zunächst sollte ein Grundlinienraster erstellt werden, anschließend geht es daran, die Spaltenzahl des Gestaltungsrasters festzulegen. Bei einer niedrigen Anzahl von Spalten ist das Raster fester als bei einer hohen. Auch der Spaltenabstand muss definiert werden. Meist orientiert man sich dabei am Zeilenabstand der Grundschrift. Möglich ist außerdem der Einsatz einer zusätzlichen halben Spalte, die den Platz wechseln kann. Dadurch ergeben sich schöne Variationsoptionen.
Zellen
Eine Stufe weiter geht ein Gestaltungsraster, das auf Zellen aufbaut. Es bietet mehr Freiheiten als ein Spaltenraster, da durch die Zellenstruktur auch Freiräume eingeplant werden können. Auch Fotos bilden eigene Zellen. Zudem ist eine Gestaltung möglich, die auf horizontalen Linien beruht.
Aufbau eines Zellenrasters
Am Anfang eines Zellenrasters steht die Frage, ob die Zellen eher hoch- oder eher querformatig sein sollen. Anschließend legt man die Zellengröße fest. Der übrig gebliebene Platz wird als Zellenabstand verrechnet. Quadratische Zellen sind aus dem Grund unpraktisch, da auch das Papierformat meist nicht quadratisch ist. Daher lassen sich die Zellen nicht entsprechend verteilen.
Feste Plätze

Noch freier ist ein Gestaltungsraster, das nur bestimmten Elementen, zum Beispiel den Seitenzahlen, Bildern, Texten oder freien Flächen, einen festen Platz zuweist. Innerhalb dieser Plätze kann die Gestaltung der Objekte ebenfalls variieren. Die einzelnen Elemente können außerdem in Bezug zueinander gesetzt werden.
Aufbau eines Rasters mit festen Plätzen
Ein Raster, das den Elementen feste Plätze zuweist, ist aufwändig zu gestalten. Zunächst muss festgelegt werden, welche Objekte auf den Seiten untergebracht werden sollen. Anschließend gibt es die Möglichkeit, diese Elemente immer gleich zu verteilen, oder die Anordnung ebenfalls zu variieren. Dann entstehen mehrere Raster, die jedoch die gleichen Objekte aufnehmen. Ansonsten orientiert sich das Raster an keinen Vorgaben.