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Der Gehalts-Check des Berufsverbands der Deutschen Kommunikationsdesigner (BDG) gibt Aufschlüsse über das Gehaltsniveau von angestellten Designern.


16. Juni 2011


Gehälter für Designer und Gestalter variieren in einer großen Bandbreite. Der BDG hat mehr als 900 Fragebögen ausgewertet, in denen Kreative aus ganz Deutschland ihre Gehaltssituation schildern. Ein erstes Fazit: Mit Kommunikationsdesign wird man eher nicht reich, der typische angestellte Designer hat einen Hochschulabschluss und ist unter 35.

Qualifikation
Der Gehalts-Check des BDG hat ermittelt, dass 58 Prozent der Befragten einen Universitäts- oder Fachhochschulabschluss haben. Nur ein Designer unter 932 hatte überhaupt keinen Schulabschluss. Neun von zehn der Angestellten haben einen Vollzeitjob, lediglich drei Prozent arbeiten Teilzeit. Die restlichen Prozentzahlen verteilen sich auf 400-Euro-Jobs und Dreiviertelstellen. Hierarchien sind nicht so stark ausgeprägt wie in anderen Branchen, aber dennoch vorhanden. Leitungsfunktionen für Kommunikationsdesigner sind selten. Unter den Befragten waren weniger als drei Prozent Praktikanten.

Gehalt
Zwischen 1.500 und 3.300 Euro brutto verdienen drei Viertel der angestellten Kommunikationsdesigner. Zehn Prozent der Angestellten fallen jedoch noch unter die 1.500-Euro-Marke. Wer Vollzeit arbeitet, verdient in vier von fünf Fällen nicht mehr als 3.300 Euro brutto. Nach oben wird die Luft dünn: Nur etwas mehr als drei Prozent der Kreativen erhalten einen Bruttolohn von mehr als 5.000 Euro. Üblich sind zwölf Monatsgehälter. 14 Prozent erhalten 13 Gehälter, 1,8 Prozent 14 und 0,2 Prozent 15 Monatsgehälter. Überstunden darf nur einer von vier Designern geltend machen. Lediglich 21 Prozent der Angestellten erfassen Überstunden überhaupt. Rund 90 Prozent der Designer dürfen zwischen 20 und 29 Urlaubstage im Jahr nehmen.

Soziale Absicherung
Eine betriebliche Rentenversicherung gibt es für ein knappes Drittel der Designer, ebenso vermögenswirksame Leistungen. Diese eher geringen Werte tragen auch dazu bei, dass die Zufriedenheit der angestellten Kreativen nicht allzu hoch ausfällt. Nur 6,6 Prozent sind mit ihrem Arbeitsverhältnis sehr zufrieden, 8,3 Prozent sind sehr unzufrieden. Auf einer Skala von 1 bis 6, wobei 6 sehr zufrieden bedeutet, findet sich der Mittelwert zwischen 3 und 4. Dennoch bereut nur einer von zwanzig Designern oft oder ständig, genau diesen Beruf ergriffen zu haben. Zwei von drei Angestellten fühlen sich richtig in ihrem Job.

Der „Durchschnitts-Designer“
Der Durchschnitts-Designer
Quelle: Konstantin Gastmann (Pixelio)
Interessant sind die persönlichen Angaben der Befragten: Knapp zwei Drittel sind männlich, vier von fünf sind jünger als 35. Lediglich einer von zehn Designern hat einen Migrationshintergrund. Etwa 60 Prozent wollen weiterhin angestellt bleiben, rund 40 Prozent überlegen, sich in den nächsten zwei Jahren selbstständig zu machen. Auffallend ist, dass es relativ wenig Frauen in der Branche gibt, obwohl die Hochschulabsolventinnen einen Anteil von 60 Prozent an den Studierenden haben. Kaum profitieren können die angestellten Designer vom wirtschaftlichen Aufschwung. Ihre Arbeitsbedingungen bleiben tendenziell eher schwierig.