Typo klassisch


Standard-Schriften ade: Diese Alternativen zu Helvetica und Co. bieten sich an.


01. April 2010


Helvetica, Arial, Garamond und Co. sind wahre Schrift-Klassiker. Durch ihre Beliebtheit werden sie jedoch so häufig eingesetzt, dass sich der Betrachter mittlerweile nicht selten an ihnen satt gesehen hat. Mehr Frische fürs Auge bieten Font-Alternativen, die genauso gut lesbar sind, dabei jedoch die eine oder andere Überraschung in petto haben.

Serifenlose Klassiker für Texte
Serifenlos
Quelle: Font Shop
Der Anspruch an Textschriften ist hoch: Die Fonts sollen leicht zu lesen und gut ausgebaut sein. Neben den Serifenschriften gibt es auch serifenlose Fonts, die diese Voraussetzungen erfüllen. Ein Blick auf die Metromedium von Linotype, die mit großzügiger Laufweite überzeugt lohnt sich genauso wie auf die filigranere Avenir aus dem gleichen Haus. Von URW++ stammt die Schrift Linear, die dennoch mit verblüffenden Details, zum Beispiel dem weit geschwungenen „ß“ überzeugt. Sehr leicht und erhaben wirkt auch die Schrift FF Din von Font Shop.

Darf’s eine Serife sein?
Klassische Textschriften wie die Times New Roman erleichtern durch ihre Serifen das Lesen. Palatino, Garamond und ihre Kollegen müssen jedoch nicht der Weisheit letzter Schluss sein: Mächtig kommt Linotypes Font Trump Mediaeval daher, während sich die Trajanus schlanker macht und so ihre Serifen zur Geltung bringt. Präzise, mit deutlich ausgeprägten Serifen schmeichelt die Monticello dem Auge. Andere Häuser haben jedoch auch schöne Fonts: Die Clifford von Fontshop beispielsweise, die durch variable Strichstärken lebendig wird, oder die spielerisch leichte Eureka vom gleichen Anbieter.

Schriften für den Bildschirm
Bildschirmschriften
Quelle: Linotype
Äußerst präzise lässt sich die Schrift Compatil von Linotype entziffern – gerade das Richtige für das Lesen von Texten am Monitor. Ähnliche Anforderungen erfüllt auch die Ergo, die jedoch etwas weicher wirkt. Soll es eine Serifenschrift sein, kommt die römisch anmutende Italia in Frage. Leichter erscheint die Meridien, während die Sabon mit Variationen in der Strichstärke spielt. Wichtig für das Internet: Der Browser muss den jeweiligen Font darstellen können, ansonsten greift er auf eine Alternative zurück.

Alte Klassiker neu interpretiert
Wer dennoch an den altbewährten Klassikern hängt, kann oft eine etwas weniger in die Jahre gekommene Variante vorziehen: Viele Gestalter haben ihre Boliden mittlerweile überarbeitet oder in einer zweiten Version veröffentlicht. So gibt es beispielsweise eine Neue Helvetica ebenso wie eine Neue Frutiger oder die Avenir Next. Eine Garantie, dass man damit neue Wege beschreitet, gibt es jedoch nicht: Linotype führt die „Neue Helvetica“ an Nummer eins der Font-Hitliste.