QuarkXPress 8 in der Praxis


Die Nachricht über das Erscheinen von QuarkXPress 8 ist erst ein paar Wochen alt: Zur drupa hatte der Hersteller die neue Version angekündigt. Ein Blick auf die Praxistauglichkeit.


17. Juli 2008


Die Fachmesse drupa wird von Softwareherstellern gerne dazu genutzt, neue Versionen zu lancieren. So brachte auch Quark ein Update seines Layoutprogramms auf den Markt. Einen ersten Überblick über die Features lieferte das Unternehmen bei der Vorstellung der Software mit. Doch was taugt QuarkXPress 8 in der Praxis?

Schlankere Oberfläche
Schlankere Oberfläche Quark hat sich bemüht, die Benutzeroberfläche der Software überschaubarer zu gestalten. In Punkto leichtere Bedienung hat das Unternehmen zudem einige Tastenkürzel von Adobe übernommen – so soll die Nutzung von Photoshop oder Illustrator zusammen mit QuarkXPress leichter von der Hand gehen. Auf den ersten Blick fällt auf, dass sich das Aussehen der Werkzeugpalette komplett geändert hat. Sie wirkt jetzt viel klarer. Gehalten ist die Palette in einem dunklen Grauton. Das wirkt zwar nicht sonderlich frisch, aber aufgeräumt.

Bei anderen Herstellern nachgeschautBei anderen Herstellern nachgeschaut
Adobe stand nicht nur bei den Tastaturkürzeln Pate, sondern auch bei weiteren Funktionen. So unterstützt QuarkXPress 8 zum Beispiel das Archiv der Adobe Bridge. Objekte, die dort gespeichert sind, lassen sich auch in XPress nutzen. Native Illustrator- und Photoshop-Dateien lassen sich ebenfalls importieren. Der Grund für diese „Zugeständnisse“ ist klar: Quark will wechselwilligen Adobe-Nutzern ein Argument gegen InDesign liefern. Von Corel Draw hat sich der Hersteller dagegen abgeschaut, wie das Drehen von Elementen einfacher funktioniert: Dieses Tool ist jetzt im Rahmen integriert und kein separates Werkzeug mehr.

Funktionen für das Web
Darüber hinaus hat sich Quark bemüht, die Fähigkeiten seiner Software für Internetseiten zu verbessern. Ein großer Vorteil: Gestalter können Layouts jetzt gleichzeitig für den Druck, als PDF und Webseiten ausgeben. Dabei lassen sich nun auch Flash-Filme einbinden – ein weiterer Mosaikstein in der Anbindung zu den Programmen des Konkurrenten Adobe.

Der Rahmen weiß, was kommt
Bislang waren es QuarkXPress-Nutzer gewöhnt, für Grafiken, Texte oder Bilder separate Rahmen aufzuziehen. Das ist nun vorbei: Es gibt nur noch einen Rahmen. Das Programm erkennt in der neuen Version automatisch, mit welcher Art von Objekt ein Rahmen gefüllt wird. Auch das ist eine große Arbeitserleichterung, auf die viele Kreative schon gewartet haben.

Praktisches Bildwerkzeug
Praktisches Bildwerkzeug Auch die Bearbeitung von Bildern wird in QuarkXPress 8 komfortabler. Das Verschieben, das Skalieren, das Drehen, das Verzerren und die Größenveränderungen funktionieren mit Hilfe des neuen Bildwerkzeugs deutlich schneller. Während der Bildbearbeitung bleibt das Originalbild in abgeschwächter Form stehen, so dass Korrekturen leichter überschaubar bleiben. Ebenfalls neu hinzugekommen ist ein Stift-Werkzeug für das Erstellen von Bézier-Kurven.

Fazit
Arbeitserleichterung und engere Integration mit den Programmen von Adobe: Mit diesen beiden Stichpunkten lässt sich das neue QuarkXPress beschreiben. Der Vorteil ist, dass bisherige Nutzer der Layoutsoftware auch mit der neuen Version gut zurecht kommen werden. Ein weiterer Pluspunkt: Dank verbesserter Werkzeuge können viele Standardaufgaben rascher erledigt werden. Auch Quark-Fans, die der Monopolstellung von Adobe trotzen und wenigstens noch die Layoutsoftware eines anderen Anbieters nutzen wollen, kommen dank der engen Anbindung an Adobe auf ihre Kosten. Wer jedoch eine bahnbrechende neue Version erwartet hat, die alles bisher da gewesene über den Haufen wirft, wird von QuarkXPress 8 eher etwas enttäuscht sein. Weitere Informationen finden Sie hier.




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