basICColor hat ein neues Verfahren für das Kalibrieren von Bildschirmen entwickelt. Es soll die Ungenauigkeiten von Messegeräten ausgleichen.
24. Juli 2008
Modernes Farbmanagement fängt bei der Eingabe der Daten an und endet bei der Ausgabe. Dazwischen sollten auch die Monitore nicht vergessen werden. Zur Fachmesse drupa stellte der Hersteller basICColor eine kostengünstige Software vor, die Bildschirmeigenheiten und die Abweichungen zwischen verschiedenen Messgeräten nivellieren soll.
Spektrales Verhalten
Laut basICColor unterscheiden sich Monitore in ihrem spektralen Verhalten. Das betrifft Röhren- und Flachbildschirme, aber auch die einzelnen Monitorgruppen selbst. Nicht jeder Flachbildschirm arbeitet mit der gleichen Technik. Einige nutzen LEDs, andere CCFL-Backlights. Monitormessgeräte sind auf einen Durchschnittswert eingestellt und berücksichtigen daher diese Eigenheiten der Geräte meist nicht.
Neues Verfahren
Eigenen Angaben zufolge hat basICColor nun einen neuen Kalibrierungs- und Profilierungsalgorithmus entwickelt. Er kommt in der Software display4 zum Einsatz. Für Webdesign und Videoschnitt besteht die Möglichkeit, die Bildschirme nach dem Farbraum sRGB zu kalibrieren. Das Ergebnis der Kalibrierung und Profilierung wird numerisch und grafisch angezeigt.
Vordefinierte Einstellungen

Das Programm leitet den Anwender durch die Kalibrierung. Dazu sind Profile gespeichert, zum Beispiel für Büro-Umgebungen, Webdesign, Fotografie oder Druckvorstufe. Anschließend muss der Nutzer noch das Messgerät auswählen, das er für die Kalibrierung verwendet. Eingesetzt werden können Kolorimeter und Spektralfotometer aller gängigen Hersteller.
Umgebungslicht berücksichtigt
Setzt der Anwender noch das kalibrierbare, optional erhältliche Normlichtgerät ein, so kann er auch das Umgebungslicht messen, beurteilen und in die Profilierung einbeziehen. Dabei werden auch die ISO-Betrachtungs-Normen 3664 und 12646 erfüllt. Darüber hinaus können ICC-Profile erstellt werden –wahlweise als 16-Bit-Tabellen- oder als Matrixprofile.
Individuelle Einstellungen
Neben der automatischen Kalibrierung kann der Anwender die Weißhelligkeit, die Schwarzhelligkeit und das Kontrastverhältnis einstellen. Außerdem lassen sich individuelle Kalibrationsparameter als Set abspeichern. Neben den üblichen Gammaeinstellungen können beliebige Gammawerte eingegeben werden. Der Monitorweißpunkt lässt sich ebenfalls beliebig einstellen, von anderen Monitoren messen oder als nativer Weißpunkt wählen.
Fazit und Preise
Die Software basICColor display4 soll im dritten Quartal dieses Jahres mit der neuen Messgerätekalibration auf den Markt kommen. Der Preis wird 119 Euro betragen. Optional sind Bundles mit Messgeräten erhältlich. Dafür erhält der Anwender ein nützliches Werkzeug, das das farbverbindliche Arbeiten ermöglicht. Die Kalibrierung von Monitoren sollte bei farbsensiblen Anwendungen heute zum Standard gehören –viele Kunden von Kreativen setzen das stillschweigend voraus.
Ähnliche Themen
|
Tipps für den Digitalkamera-Kauf
Die Digitalfotografie boomt: Wer ein älteres Modell ersetzen oder neu einsteigen will, hat die Qual der Wahl. Hier sind einige Entscheidungshilfen für den Kauf eines neuen Modells.
|
 |
|
Scansoftware in Überblick
Ist Scannen out? Trotz Digitalfotografie nicht ganz, denn es gibt immer noch Anwendungen, bei denen Vorlagen digitalisiert werden müssen. Dabei helfen Scanprogramme.
|
 |
|
Goldene Regeln für Texte
Schreiben ist auch Handwerk: Wer öfter Texte verfasst, sollte sich an die wichtigsten Stilregeln halten. Dadurch werden die Schriftstücke lesbar, verständlich und lebendig.
|
 |
|
Job Definition Format (JDF)
Längst ist der neue Industriestandard kein Geheimtipp unter Kennern mehr, denn JDF erleichtert den Workflow im Publishing- und Printbereich spürbar ...
|
 |