Steht eine Webseite, ist der große Teil der Arbeit getan. Aber ausruhen sollte man sich auf dem Erfolg nicht – sondern die Pages ständig verbessern
01. September 2011
Webdesigner und Kunden atmen auf, wenn eine Webseite endlich im Internet steht. Doch damit ist zwar die Hauptaufgabe gelöst, aber die Arbeit ist keineswegs getan. Internetauftritte sollten ständig überprüft, getestet, angepasst und verbessert werden. Dabei kann man sich an einfachen Grundregeln orientieren.
Keep it simple!

Quelle: berlin-pics
(Pixelio.de)
Die wichtigste Regel im Internet lautet: Alles, was nicht benötigt wird, fliegt raus. Webseiten sollten regelmäßig daraufhin überprüft werden, ob überhaupt noch alle Inhalte aktuell sind oder ob man nicht lieber auf sie verzichtet. Gelungene Webseiten bringen Informationen auf den Punkt – egal, ob mit Hilfe von Text, Bildern, Videos oder anderen Elementen. Das gilt auch „hinter den Kulissen“: HTML-Codes sollten einfach und fehlerfrei sein. Genauso darf das Layout den Besucher nicht durch zu viele Stilelemente „erschlagen“: Überfrachtete Webseiten sind out!
Up to date
Webseiten müssen immer aktuell sein. Veröffentlicht ein Unternehmen eine neue Preisliste: ab damit ins Internet! Die Adresse ändert sich? Eine Aktualisierung im Web tut Not! Nichts verärgert Internetanwender mehr, als veraltete oder mittlerweile falsche Informationen. Besonders peinlich ist das, wenn auf der Seite auch noch vermerkt wird, wann die letzte Änderung erfolgt ist. Ist das Datum älter als ein paar Wochen, lautet das Signal an den User: Hier tut sich nichts! Ähnlich ist es mit Hinweisen wie „Under construction“ oder „in Bearbeitung“. Mit jedem Tag, an dem diese Botschaften länger im Netz stehen, werden mehr Besucher abgeschreckt.
Trial and error

Quelle: Gerd Altmann
(Pixelio.de)
Am meisten bewähren sich die Webseiten in der Praxis. Deshalb lohnt es sich immer wieder, Anwender zu befragen, wo der Internetauftritt ihrer Meinung nach Schwächen hat. Eine gute Methode ist es auch, einem Surfer beim Besuch der Seite über die Schulter zu schauen. Jemand, der ganz anders klickt als man selbst, findet Problemstellen schneller und kann auf unlogische Abläufe hinweisen. Dieses „Trial and error“ sollte mit verschiedenen Betriebssystemen, Webbrowsern und mit unterschiedlichen Endgeräten passieren. Dabei Smartphones und Tablet-PCs nicht vergessen!
Watch and learn
Statistiken sagen mehr als tausend Worte: Über Webtracking-Software sieht man nicht nur, wer wann die Seite besucht hat. Die Programme dokumentieren häufig auch, mit welcher Ausstattung die Internetnutzer unterwegs sind. Der nächste Schritt ist dann ganz einfach: Die Ausgabe wird beispielsweise auf die Bildschirmgröße hin optimiert, die die meisten User verwenden. Tools wie Google Analytics können außerdem noch mehr verraten: Von woher kommen die Besucher? Wie lange bleiben sie auf welcher Unterseite? Wenn manche Seiten kaum besucht werden, schließt sich der Kreis zu Punkt eins: Weg damit!