Gute Lesbarkeit
Gedruckter Text soll Informationen vermitteln: Umso schlimmer, wenn er sich schlecht entziffern lässt. Im Layout gilt es also, einige Punkte zu beachten.
06. August 2009
Im Fließtext, aber auch bei Überschriften ist eine gute Lesbarkeit enorm wichtig. Nur Texte, die leicht zu entziffern sind, lassen sich ohne Probleme wahrnehmen und verstehen. Laufweiten, Abstände und Grauwerte tragen wesentlich dazu bei, dass Buchstaben, Wörter und Sätze schnell erfasst werden können.
Das Leseverhalten
 Betrachtet ein Mensch einen Text, so geht er dabei unwillkürlich nach einem bestimmten Muster vor. Mit schnellen Bewegungen, Sakkaden genannt, erfasst er ein Wort. „Stolpert“ er über einen Begriff, so muss das Auge zurückspringen und der Lesefluss wird unterbrochen. Das nennt man auch Regression. In den Ruhepausen zwischen den Augenbewegungen, den Fixationen, werden das Gesamtbild und damit der Sinn hinter dem Gelesenen erfasst. Um die Konzentration beim Lesevorgang aufrecht zu erhalten, muss sich der Text leicht und mit möglichst wenig Regression aufnehmen lassen.
Zwischenräume
Die Zwischenräume – sowohl zwischen den einzelnen Buchstaben, als auch zwischen den Wörtern – nehmen in Punkto Lesbarkeit eine wichtige Stellung ein. Ist der Abstand zu groß, zerfallen die Zeichen sowie die Wörter und werden nicht mehr als solche wahrgenommen. Ist der Abstand zu klein, kann das Auge die Leerzeichen nicht mehr erfassen und die Buchstaben schwimmen ineinander. Deshalb muss darauf geachtet werden, die Zeichen- und Wortzwischenräume sorgfältig zu gestalten – zur Not auch manuell. Gleiches gilt für Zeilen- und Spaltenabstände. Näheres dazu lesen Sie in unserem News-Artikel „ Abstände im Layout“.
Der Grauwert
 Auch der Grauwert eines Textes trägt zur Lesbarkeit bei. Für einen zu hohen Grauwert hat sich auch der umgangssprachliche Begriff „Bleiwüste“ eingebürgert. Der Grauwert setzt sich zusammen aus Strichstärke der verwendeten Schrift, Laufweite, Wortabstand, Zeilenlänge und Zeilenabstand. Bei der Zeilenlänge ist darauf zu achten, dass das Auge keine zu langen oder zu kurzen Wege „springen“ muss. Ist die Zeile zu lang, ist auch der Weg vom Zeilenende zum Anfang der nächsten Zeile zu weit. Ist die Zeile dagegen zu kurz, so muss das Auge zu häufig springen. Schwierig ist der Blocksatz: Hier sind zwar alle Zeilen gleich lang, dafür sind die Wortabstände jedoch nicht identisch.
Gliederung
Eine sinnvolle Gliederung strukturiert den Text und liefert einen schnellen Überblick. Dadurch trägt sie auch zur Lesbarkeit eines Textes bei. Allerdings sollten nicht zu viele Elemente wie beispielsweise Unterüberschriften zu Unterpunkten eingesetzt werden, sonst wird es unübersichtlich. Elemente wie herausgehobene Zitate lockern einen Text auf, ziehen die Aufmerksamkeit des Lesers dadurch auf sich und wecken somit das Interesse.
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