Erweiterte Realität


So lässt sich die „Augmented Reality“ für Projekte nutzen.


27. Mai 2010


Man nennt sie „AR“, „Augmented Reality“ oder übersetzt einfach „erweiterte Realität“: Dahinter verbergen sich Techniken, die reale und digitale Welten miteinander verbinden. AR-Verfahren, die sich momentan bei iPhone- und iPad-Apps wachsender Beliebtheit erfreuen, lassen sich jedoch auch für Werbeprojekte und Kampagnen einsetzen.

Was ist „Augmented Reality“?
Das englische Schlagwort steht für „erweiterte Realität“ – darunter kann man sich jedoch noch nicht viel vorstellen. Ein Beispiel macht die AR-Techniken transparent: Jeder hat bei Sportübertragungen im Fernsehen schon die Kringel gesehen, mit denen Experten die Laufwege von Fußballern in die Szenerie zeichnen oder die während des Spiels angegebene Freistoßentfernung zum Tor. Im Skispringen wird virtuell die Bestweite in den Schnee gezeichnet. Mit dem iPhone lassen sich beispielsweise Sehenswürdigkeiten fotografieren – und schon spuckt das Gerät weitere Informationen dazu aus.

Wie funktioniert das?
Augmented Reality verknüpft Virtualität und Realität. Die Realität wird gefilmt oder fotografiert – die Virtualität kommt per Software hinzu. Man braucht also immer eine Kamera und ein passendes Programm, um eine erweiterte Wirklichkeit zu erzeugen. Layar wirbt damit, einen „Augmented Reality-Browser“ anzubieten. Wieder muss man dazu mit dem Handy die Umgebung aufnehmen – Layar reichert sie dann mit allerlei Informationen an, zum Beispiel zu den nächstgelegenen Restaurants oder Shops. Ähnlich operiert auch Wikitude. Hier wirbt man mit dem Slogan: „Adding information to our view of the world“ – frei übersetzt: “Wir fügen Informationen zu unserem Blick auf die Welt hinzu”.

Was bringt es?
Die Möglichkeiten des „erweiterten Realität“ stecken derzeit noch in ihren Anfängen. Je mehr sich Smartphones wie das iPhone von Apple verbreiten, desto mehr Anhänger werden auch die entsprechenden Apps finden. Selbstverständlich hat auch die Werbebranche schon längst ein Auge auf AR geworfen: Mit dieser Technik lässt sich schließlich auch bezahlte Werbung erzeugen – damit der Anwender in ein bevorzugtes Lokal gelotst wird oder seine Einkäufe in einem Supermarkt erledigt, der dafür AR-Werbung geschaltet hat. Im Alltag wird sich „Augmented Reality“ bei der Suche nach dem nächsten Geldautomaten oder Briefkasten bezahlt machen.

Wie kann man „AR“ nutzen?
Adidas macht vor, wie man AR für eine pfiffige Werbekampagne einsetzen kann: Man kauft sich (real!) einen Schuh des Herstellers, scannt ihn mit der Webcam und taucht dann in virtuelle Spielwelten ein, die sich verändern, je nachdem, wie man den Schuh hält. Lego hat eine Digital Box entwickelt: Hält man eine Spielzeugverpackung davor, erwacht die Bausteinwelt darin zum virtuellen Leben. Entwickelt wurden diese Projekte von Metaio Metaio, das auch die entsprechende Kommunikations-Software offeriert. Ein weiterer Anbieter auf diesem Gebiet ist Total Immersion Total Immersion.