Die Software schneller machen


Programme wie Photoshop CS4 stellen nicht nur an die Anwender, sondern auch an die Hardware komplexe Anforderungen. Diese Tricks helfen, wenn die Software droht, in die Knie zu gehen.


18. März 2010


„Mächtig“ nennt man Programme wie Adobe Photoshop CS4 – „mächtig“ sind die Funktionen, aber auch die Anforderungen, die die Software stellt. Bei komplexen Aufgaben kommt nicht das Programm an seine Grenzen, wohl aber die Hardware des Benutzers. Eines der Zauberworte gegen lahmende Software lautet „Arbeitsspeicher“.

Genügend Arbeitsspeicher
Kein Trick der Welt kann dabei helfen, Photoshop Beine zu machen, wenn es auf einem Rechner mit zu wenig Arbeitsspeicher läuft. Je mehr, desto besser, lautet die Forderung der Software. Wer Multitasking betreibt und mehrere Programme neben Photoshop offen hält, benötigt für ein stressfreies Arbeiten etwa acht Gigabyte RAM. Unter zwei Gigabyte werden Sie mit Photoshop keine Freude haben, möchten Sie zwischendurch keine unfreiwilligen Zwangspausen einlegen, sollten es mindestens vier Gigabyte sein. Da nicht nur Photoshop Arbeitsspeicher für sich beansprucht, sondern der Rechner an sich auch, sind Konflikte oft nicht zu vermeiden.

Einstellungen treffen
Einstellungen treffen
Quelle: Sandra Küchler
Damit sich Photoshop nicht mit Ihrer restlichen Hardware um Arbeitsspeicher streiten muss, können Sie entsprechende Voreinstellungen treffen. Gehen Sie dazu auf „Datei“, „Voreinstellungen“ und „Leistung“. Hier legen Sie fest, wie viel Arbeitsspeicher sich Photoshop genehmigen darf. Je nach Rechner variiert der Idealwert und kann nur durch Ausprobieren ermittelt werden. Starten Sie mit 70 Prozent und schauen Sie, wie sich die Performance am besten ausbalancieren lässt. Wer es genau nimmt, kann dazu die benötigte Zeit für eine Aktion stoppen und die Werte so vergleichen. Achtung: Mac-Anwender können derzeit maximal drei Gigabyte RAM nutzen. Hat Ihr Rechner vier Gigabyte Arbeitsspeicher, können Sie die Voreinstellungen daher auf 100 Prozent setzen.

Zusätzliche Festplatte
Eine zweite Festplatte im Rechner kann die Leistung von Photoshop ebenfalls deutlich verbessern. Trennen Sie Betriebssystem und restliche Daten, dann sind die Photoshop-Dateien nicht so stark fragmentiert und können schneller gelesen werden. Durch diese Strategie haben sie außerdem eine weitere Festplatte für die Datensicherung in petto. Profis greifen sogar auf drei Festplatten zurück: Sie trennen Software und System, Daten und temporäre Dateien: Mit diesem Kniff zündet Photoshop den Turbo.

Zusätzlicher Monitor
Nicht nur die Festplatte lässt sich verdoppeln, auch mit zwei Bildschirmen arbeitet es sich deutlich schneller und vor allem effizienter. Wichtig: Die Grafikkarte – siehe nächster Punkt – muss zwei Monitore unterstützen. Der erste, hochwertigere Monitor dient dazu, das zu bearbeitende Bild darzustellen, Paletten hält dann der zweite Bildschirm vor, der ruhig günstiger sein kann. So verstellen die Paletten nicht den Blick auf das Wesentliche. Auch hier gibt es noch einen Zusatznutzen: Da der Blick zwischen zwei Monitoren hin- und herwandert, ermüdet das Auge nicht so schnell.

Grafikkarte
Grafikkarte
Quelle: Strichcode (Pixelio)
Auch die Grafikkarte ist seit Photoshop CS4 mit der Darstellung und Berechnung von Bildern betraut. Das ist neu, deshalb müssen Layoutspezialisten umdenken: War eine leistungsstarke Grafikkarte bislang nur für Spiele wichtig, sollten jetzt auch Grafikprofis auf eine hochwertige Ausstattung achten. Wie bereits erwähnt, müssen Grafikkarten auch das Arbeiten auf zwei Monitoren unterstützen, sofern dies gewünscht ist.

Schriften und Filter
Eine hohe Anzahl von Schriften zwingt Photoshop gerne in die Knie. Deshalb sollten Sie nur die Schriften laden, die Sie auch brauchen. Nutzen Sie dazu Hilfsprogramme zur Schriftverwaltung, die beispielsweise der Hersteller Extensis anbietet. Damit entlasten Sie nicht nur Photoshop, sondern behalten auch den Überblick über ihre Fonts. Filter und Plug-ins sind wesentlich für die Startzeit von Photoshop verantwortlich: Sie sollten daher Filter, die Sie nicht ständig benötigen, in einen anderen Ordner verschieben. Dadurch werden sie beim Start nicht automatisch zeitraubend aktiviert.



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