Diagramme im Layout


Diagramme sind beliebte Mittel zur Gestaltung - nicht nur in Fachtexten. Ob Kreise, Balken oder Säulen: Welche Art eignet sich am besten für welchen Zweck?


22. November 2007


Ein Diagramm wird vom Betrachter schneller wahrgenommen und erfasst als eine Tabelle. Außerdem zieht es den Blick des Lesers eher auf sich. Layouter und Gestalter haben viele Möglichkeiten, Informationen in einem Diagramm in Kreis-, Säulen- oder Balkenform anschaulich aufzubereiten. Doch nicht jeder Diagrammtyp passt zu jeder Information.

Kreisdiagramme
Das Kreisdiagramm wird landläufig auch als "Tortendiagramm" bezeichnet. Sofern die einzelnen Anteile nicht zu klein sind, eignen sich Kreisdiagramme vor allem, um prozentuale Aufteilungen bildlich darzustellen. Ist ein Segment sehr klein, können Sie es einfach etwas größer anlegen - die Relation sollte dabei jedoch nicht zu sehr verändert werden. Den Prozentwert schreiben Sie am besten in das Segment selbst hinein. Möchten Sie ein Segment betonen, können Sie es leicht herausziehen. Das funktioniert auch bei mehreren Segmenten. Dreidimensionale Tortendiagramme wirken plastischer, allerdings sind hier die Größenverhältnisse nicht so deutlich zu erkennen. Entwicklungen können mit einem Kreisdiagramm jedoch nur schlecht wiedergegeben werden.

Ringdiagramme
Ähnlich wie Kreisdiagramme funktionieren auch Ringdiagramme - allerdings bleibt der Innenraum frei. In diesen freien Raum können Sie zum Beispiel das Thema des Diagramms platzieren. Dadurch wird jedoch die Beschriftung der Segmente schwierig. Meist bleibt kein Platz mehr, sie innerhalb der Segmente selbst anzuordnen.

Balkendiagramme
Ähnlich beliebt wie die Tortendiagramme sind auch Balkendiagramme, bei denen eine horizontale Linie die einzelnen Werte verkörpert. Dadurch kann man zum Beispiel Reihenfolgen gut visualisieren. Dann steht der höchste Wert oben oder unten und die Werte nehmen ab beziehungsweise zu. Links neben dem Balken kann die Beschriftung stehen. Ist der Balken breit genug, kann die Beschriftung auch innerhalb des Balkens stehen. Nicht ganz einfach kann es sein, den Wert eines Balkens abzulesen. Daher bietet es sich an, auch den Wert noch einmal in Zahlen anzugeben.

Stabdiagramme
Ein Stabdiagramm ist ähnlich aufgebaut wie ein Balkendiagramm, nur dass die einzelnen Balken vertikal, wie Säulen angeordnet sind. Dadurch können zeitliche Entwicklungen optimal dargestellt werden. Auch eine weitere Unterteilung der Säule in einzelne, farbige Segmente ist möglich. Ein Problem kann sein, dass die prozentualen Anteile dann nicht gut zu erkennen sind. Stabdiagramme können auch in dreidimensionaler Form aufgebaut werden. Die Perspektive macht es jedoch schwerer, die Werte abzulesen oder abzuschätzen.

Figurendiagramme
Noch raffinierter sind Figurendiagramme, die auf einem Stabdiagramm aufbauen. Hier besteht die Säule aus einer Figur - beispielsweise einem Baumstamm, um den Holzverbrauch darzustellen. Wichtig ist es, diese figürlichen Darstellungen zu abstrahieren und nicht zu detailgetreu abzubilden. Das könnte vom Diagramm an sich ablenken.

Liniendiagramme
Entwicklungen und Zeitreihen lassen sich auch mit einem Liniendiagramm wiedergeben. Durch mehrere Linien lassen sich auch mehrere Trends darstellen. Dabei können Sie die Linien durch unterschiedliche Stile und/oder Farben voneinander abgrenzen. Achten Sie darauf, dass die Linien auch bei einer Schwarzweiß-Darstellung gut auseinander gehalten werden können.

Netzdiagramme
Wenig verbreitet sind Netzdiagramme. Sie geben mehrere Eigenschaften verschiedener Systeme wieder. Sie können damit mehrere Achsen darstellen. Passen Sie auf, dass das Netzdiagramm dennoch übersichtlich bleibt. Sie sollten darüber hinaus die Beschriftung direkt an die Achsen setzen, damit der Betrachter die Aussage des Diagramms schnell erkennen kann.





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