Der neue iMac


Apple hat den neuen iMac auf den Markt gebracht: Der Hersteller hat einige Neuheiten integriert, doch manche Wünsche bleiben bei den drei Modellen unerfüllt.


06. September 2007


Apple hat seine iMac-Serie erneuert: Eine hochwertigere Ausstattung, schnellere Prozessoren und eine neue Tastatur zeichnen die aktuellen Geräte aus. Auch die integrierte Kamera wurde verbessert. Dennoch gibt es einige Wermutstropfen: Ein Modell mit größerem Bildschirm wurde entgegen anderslautender Erwartungen nicht vorgestellt. Auch am unteren Ende der Palette wurde gespart - das 17-Zoll-Gerät wurde gestrichen.

Drei neue Modelle
Aller guten Dinge sind drei: Die neue iMac-Familie besteht derzeit aus drei Modellen. Das kleinste, das 1.199 Euro inklusive Mehrwertsteuer kostet, verfügt über einen 20-Zoll-Bildschirm und einen 2,0 GHz schnellen Intel-Prozessor. Auf die Festplatte passen 250 Gigabyte Daten. Das mittlere Gerät ist ebenfalls mit einem 20-Zoll-Bildschirm ausgestattet, bringt jedoch einen 2,4 GHz schnellen Prozessor und eine 320 Gigabyte fassende Festplatte mit. Es kostet 1.449 Euro inklusive Mehrwertsteuer. Das Flaggschiff der neuen Serie hat einen 24-Zoll-Bildschirm, einen 2,4 GHz schnellen Prozessor und eine 320 Gigabyte große Festplatte. Der Preis beträgt 1.749 Euro inklusive Mehrwertsteuer. Lange wurde darüber spekuliert, ob Apple auch ein Modell mit 30-Zoll-Bildschirm auf den Markt bringt. Diese Hoffnungen wurden jedoch enttäuscht. Auch nach unten wurde die iMac-Reihe abgespeckt: Das Einsteigermodell mit 17-Zoll-Bildschirm wird nicht mehr angeboten. Alle Rechner sind im Apple-Store erhältlich.



Hochwertiges Design
Wer die neuen iMacs zunächst von außen mustert, stellt einen der wichtigsten Unterschiede zu den Vorgängern fest: Die älteren Geräte waren noch aus Acrylglas und Kunststoff gefertigt. Die aktuellen Rechnergehäuse sind dagegen aus Aluminium hergestellt. Das Display, das mit einem schwarzen Rand versehen ist, besteht nun aus echtem Glas. Daher muten die neuen iMacs deutlich hochwertiger an.

Technische Ausstattung
Die neuen Rechner sind gut ausgestattet: Selbst das kleinste Modell bietet 250 Gigabyte Festplattenspeicher. Der Speicher lässt sich bei allen Modellen bis zu einem Terabyte - das sind stolze1.024 Gigabyte - aufrüsten. Darüber hinaus sind alle iMacs mit einem Audio-Ein- und Ausgang, drei USB-2.0-Schnittstellen, Firewire 400 und 800, Gigabit Ethernet und Videoausgang bestückt. Auch die Grafikkarte ist im Vergleich zu den Vorgängern leistungsfähiger. Trotz der besseren Ausstattung sind die Preise gefallen: Das 24-Zoll-Modell kostet etwa 200 US-Dollar weniger - das entspricht rund 150 Euro. Kritik erntet dagegen der enge Betrachtungswinkel des 20-Zoll-Monitors, der von 170 Grad horizontal und vertikal auf 160 Grad geschrumpft ist. Auch die Helligkeit ist von 290 Candela auf 280 gesunken. Beim 24-Zoll-Bildschirm ist der Betrachtungswinkel zwar gleich geblieben und die Helligkeit ist von 380 auf 400 Candela gestiegen. Hier wird jedoch das von 750:1 auf 700:1 gesunkene Kontrastverhältnis zum Wermutstropfen.


Neue Tastatur
Zusammen mit den neuen Rechnern hat Apple auch eine neue Tastatur präsentiert. Sie ist silberfarben und besitzt weiße Tasten - die frühere bestand aus Plexiglas. Neu ist, dass es zwei unterschiedlich ausgestattete Varianten gibt. Eine ist kabelgebunden, die andere funktioniert über Bluetooth. Schade: Die Bluetooth-Version verzichtet auf einen Nummernblock, die Pfeiltasten finden sich rechts unten. Besser bestückt ist die Variante mit Kabel, die auch über zwei USB-2.0-Anschlüsse verfügt. Beide Tastaturen sind sehr flach und einzeln für 49 Euro (Kabel) und 79 Euro (Bluetooth) erhältlich. Wer sich für die Bluetooth-Version entscheidet, muss jedoch noch Geduld beweisen: Sie soll erst in einigen Wochen lieferbar sein. Auffallend ist auch, dass die traditionelle "Apfel"-Taste ihr Logo verloren hat. Vermutlich will der Hersteller damit unterstreichen, dass die iMacs auch Windows unterstützen.


Verbesserte Kamera
Wie die älteren iMacs sind auch die drei neuen Modelle mit einer eingebauten Kamera, die iSight heißt, ausgerüstet. Sie eignet sich zum Beispiel für Videokonferenzen. Gegenüber den Vorgängern hat Apple die Auflösung der Kameras erhöht: Statt 640 x 640 Pixel sind jetzt 1.280 x 1.024 verfügbar. Damit lassen sich auch Schnappschüsse in annehmbarer Qualität machen.

Fazit
Ein schöneres Äußeres und ein hochwertiges Inneres in Kombination mit dem gesunkenen Preis machen den neuen iMac lohnenswert. Wer jedoch innerhalb der Produktpalette nach einem günstigen Einsteiger- oder einem High-End-Gerät mit großem Bildschirm sucht, wird enttäuscht. Apple will mit der Einführung der neuen iMacs die Welle der Begeisterung, die dem Unternehmen für den Musikplayer iPod und das Mobiltelefon iPhone entgegenschlägt, auch auf die Rechnersparte übertragen, heißt es.


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