Wichtige Daten dürfen bei System-Abstürzen oder Hardware-Defekten nicht verloren gehen. Dafür sorgen Backups. Selbst wenn sie verloren scheinen, lassen sie sich oft noch retten.
08. November 2007
Leider gibt es viele Möglichkeiten, wichtige Daten zu verlieren: Hardware-Defekte, System-Abstürze, Viren, Diebstahl, versehentliches oder absichtliches Löschen, Brände oder Wasserschäden können zum Verlust führen. Damit die Daten nicht unwiederbringlich weg sind, sollten regelmäßig Backups erstellt werden. Dafür gibt es mehrere Strategien. Doch auch wenn die Daten endgültig verloren scheinen, können sie oft doch noch gerettet werden.
Warum sichern?

Es ist der Albtraum jedes Computer-Nutzers: Eine wichtige Datei ist verschwunden oder lässt sich nicht mehr öffnen. Oft steckt die Arbeit von Tagen oder Wochen in einem Projekt. Und jetzt soll alles weg sein? Es kommt gar nicht so selten vor, dass Daten nicht mehr zu gebrauchen sind. Entweder, weil sie versehentlich oder absichtlich gelöscht wurden, weil sie einem Virus, System-Absturz oder Hardware-Defekt zum Opfer fielen oder weil schlicht der Laptop, auf dem sie sich befunden haben, gestohlen wurde. Was jetzt?
Unbedingt vorbeugen!
All diesen Eventualitäten kann man mit Backups erfolgreich vorbeugen - und zwar bevor die Daten verloren sind. Ein Backup zu machen bedeutet nichts anderes, als eine Sicherungskopie von allen oder nur von ausgewählten Dateien zu erstellen. Betriebe und Selbstständige sind im Sinne einer revisionssicheren Buchführung sogar dazu verpflichtet. Sie sollten unbedingt eine Datensicherungsstrategie entwickeln und sie konsequent einhalten.
Was ist wichtig?
Die Datensicherungsstrategie sollte folgende Punkte enthalten: Wie wird gesichert? Wer ist dafür verantwortlich? Wie oft wird gesichert? Welche Daten werden gesichert? Wo wird das Backup aufbewahrt und wie lange? Entscheidend ist zunächst, die Daten regelmäßig zu sichern - am besten täglich. Je häufiger Daten geändert werden, desto häufiger sollte auch ein Backup erstellt werden. Wichtig ist auch, das Backup nicht in den Betriebsräumen aufzubewahren, denn im Fall von Brand oder Diebstahl wäre es dann ebenfalls verloren. Auch das Backup selbst muss regelmäßig geprüft werden: Wurde es korrekt angelegt? Kann es im Zweifelsfall überhaupt verwendet werden? Am besten ist es, zwei räumlich voneinander getrennt aufbewahrte Backups zu erstellen. Ganz entscheidend ist auch, einen Verantwortlichen für die Datensicherung zu benennen.
Backup-Medien

Backups können auf mehreren Medien gespeichert werden. Sind die Daten regelmäßig komplett auf einer zusätzlichen Festplatte gesichert, spricht man von einer "gespiegelten Festplatte". Darüber hinaus können auch Magnetbänder, CD- oder DVD-Rohlinge, USB-Sticks oder Speicherkarten zur Datensicherung eingesetzt werden. Das allerdings nur, wenn die Datenmenge nicht zu groß ist. Immer häufiger angewendet werden Fern- und Netzwerk-Backups auf externe Server.
Möglichkeiten der Datensicherung
Auch beim Umfang der Datensicherung gibt es Unterschiede: Ein vollständiges Backup sichert grundsätzlich alle Daten. Bei der differentiellen Datensicherung werden alle Daten gespeichert, die sich seit dem letzten Backup verändert haben. Das bedeutet, zur Vollsicherung kommt jedes Mal ein neues, differentielles Backup hinzu - so lange, bis wieder eine Vollsicherung erfolgt. Beim inkrementellen Backup werden dagegen nur die Daten neu gespeichert, die sich seit der letzten Sicherung verändert haben - selbst wenn das ebenfalls nur eine inkrementelle Sicherung war.
Und wenn die Daten tatsächlich fehlen?

Tritt der Fall der Fälle ein, können die Daten mit Hilfe des Backups wieder hergestellt werden. Im Zweifel muss natürlich zunächst der Fehler behoben werden, der zum Verlust der Daten geführt hat - beispielsweise muss ein defektes Hardware-Teil ausgetauscht werden. Wurde das Backup sauber ausgeführt, gibt es dabei in der Regel keine Probleme. Schwierig wird es, wenn das Backup nicht gemacht wurde oder selbst fehlerhaft ist. Bei defekten Festplatten können dann spezielle Firmen helfen. Sie können die noch lesbaren Teile der Festplatte sichern und so die Daten oft noch retten. Das ist allerdings sehr teuer, manchmal jedoch die einzige Hoffnung. Günstiger ist es auf jeden Fall, gleich ein korrektes Backup zu erstellen.
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