Im Idealfall überdauert das Corporate Design eines Unternehmens Jahre. Umso sorgfältiger muss man bei der Planung eines neuen Erscheinungsbilds vorgehen.
29. September 2011
Man nennt es die Visitenkarte eines Unternehmens – das Corporate Design. Auf den ersten Blick verkörpert es die Firmenphilosophie und die Unternehmenskultur. Es unverwechselbar und leicht wieder erkennbar zu machen, ist eine Kunst für sich. Und diese Kunst beginnt bereits mit der richtigen Planung des Konzepts.
Auf den Punkt gebracht

Quelle: Rainer Sturm
(Pixelio.de)
Am Anfang des kreativen Prozesses steht ein ausführliches Brainstorming. Designer und Kunde setzen sich zusammen und bringen das Konzept auf den Punkt. Folgende Fragen sollten dabei eine Rolle spielen: Was soll das Corporate Design ausdrücken? Welche Botschaft vermittelt es nach außen? Was sind die Kernkompetenzen, die das Unternehmen transportieren möchte? Welche Zielgruppe möchte die Firma ansprechen? Welche Dienstleistungen oder Produkte bietet der Betrieb an? Es geht darum, eine Bestandsaufnahme zu machen und wichtige Themenschwerpunkte festzulegen. Am Ende sollten die Eckpunkte des Konzepts in kurzen Sätzen zusammengefasst werden. Während des weiteren Vorgehens sollte man sich immer wieder erneut an dieser Leitlinie orientieren.
Varianten anbieten
Steht fest, welche Kernaussagen das Corporate Design transportieren soll, kann man sich an die Umsetzung der Gestaltung machen. Es empfiehlt sich, verschiedene Entwürfe und Varianten zu testen und mit dem Kunden zu besprechen. Dabei kristallisiert sich in der Regel noch deutlicher heraus, in welche Richtung das Corporate Design gehen soll. Ausgehend von dem Entwurf, der am besten angekommen ist und am vielversprechendsten wirkt, wird die Gestaltung verfeinert. Das Ziel ist ein Gesamtkonzept, das gegebenenfalls auch mehrere Kanäle, wie zum Beispiel Internet und Print, umfasst.
Sorgfältig ausarbeiten

Quelle: Konstantin
Gastmann (Pixelio.de)
Je weiter der Designprozess voranschreitet, desto ausgefeilter wird das Layout. Man sollte bei der Gestaltung auch immer darauf achten, dass das Corporate Design erweiterbar bleibt – beispielsweise durch zusätzliche Medienkanäle wie Smartphones. Die Grundelemente des Designs müssen sich flexibel einsetzen lassen, darunter Farben, Grundformen oder Schriften. Ein gutes Corporate Design umfasst einen ganzen Baukasten an CD-konformen Elementen, die sich an die jeweiligen Einsatzgebiete anpassen lassen. Der Kunde verfügt dadurch über ein Arsenal, auf das er bei Bedarf zugreifen kann, sei es für Printanzeigen, Außenwerbung oder seinen Internetauftritt.
Präsentieren und erklären
Steht das Corporate Design, ist für einen guten Gestalter die Arbeit noch nicht erledigt. In einer Präsentation vor dem Auftraggeber und den Mitarbeitern wird das Corporate Design erläutert. Welche Elemente wurden weswegen ausgewählt? Was steckt hinter der Gestaltung? Die Angestellten können sich viel besser mit einem neuen Erscheinungsbild anfreunden, wenn sie in seine Bedeutung eingeweiht wurden. Praktisch ist auch eine Dokumentation, die die wesentlichen Punkte des Corporate Designs noch einmal zusammenfasst. Ist der Kunde zufrieden, kann man ihm anbieten das CD in regelmäßigen Abständen zu aktualisieren oder neue Bestandteile aufzunehmen.