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Separationsmethoden und Farbaufbau Um die Bildfarben brillanter und schärfer erscheinen zu lassen bedient man sich in der Druckvorlagenherstellung verschiedener Möglichkeiten des Farbaufbaus. Man unterscheidet hierbei zwischen dem Buntaufbau und dem Unbuntaufbau - wobei letzterer nochmals in die Bereiche GCR (Grey Component Replacement) und UCR (Under Color Removal) aufgeteilt wird. Mittels dieser Techniken können die Buntfarbanteile gering gehalten werden, während die Tiefen eines Bildes sich durch Schwarz erhöhen und die Grauwerte mitunter stabilisieren lassen. Das spart Druckfarbe, birgt aber auch Probleme in sich. Zudem verwenden zwar die Anwendungsprogramme zur Umwandlung von Bildern (z.B. RGB in CMYK) ein für die jeweils genutzte Papierart erstelltes ICC-Profil, in dem die Art des Farbaufbaus bereits festgehalten wurde, doch in manchen Spezialfällen sollte je nach Vorlage eine Mischung der Farbaufbaumöglichkeiten eingesetzt werden. Hierzu aber ist das Wissen darüber unabdingbar.
Was also steht hinter den in den ICC-Profilen bereits integrierten Farbaufbauverfahren Bunt- und Unbuntaufbau? Und wie unterscheidet sich dabei UCR von GCR? Buntaufbau Nutzt man den Buntaufbau für die Vorbereitung der Farbseparation werden alle Farben eines Bildes durch die Mischung der Primärfarben Cyan, Magenta und Gelb erzielt. Hierbei entstehen graue Töne wie auch Schwarz durch die jeweils gleichen Anteile der jeweiligen Farben. Schwarz wird deshalb theoretisch bei diesem Aufbau eines Bildes gar nicht benötigt und wird höchstens dazu eingesetzt, die Tiefenzeichnung und den Kontrast ein wenig zu verstärken. Der Nachteil dessen ist allerdings, dass gerade im Bereich der Grautöne im Druck bereits kleinste Schwankungen der Farbmischung deutlich wahrnehmbar sind - das Grau erhält einen "Farbstich". Zudem wird hierbei ein zu hoher Farbanteil benötigt. Das wiederum führt dazu, dass die Druckerzeugnisse bei viel schwarzen Bereichen nur noch schlecht trocknen, da sie an die Grenzen dessen stoßen, was sie an Farbauftrag aufnehmen können. Deshalb wird der reine Buntaufbau in der Praxis nur selten verwendet. Unbuntaufbau Soll der Farbauftrag vermindert werden, nutzt man das Verfahren des Unbuntaufbaus. Hierbei werden sämtliche Farbanteile, die ein Schwarz ergeben würden durch 100 % Schwarz (K) ersetzt - dies nennt man dann auch den Schwarzaufbau. Durch die Zusammensetzung gleicher Anteile von CMY entstehende Grauwerte hingegen ersetzt man so durch schwarze, also unbunte Farbe, dass der gleiche Grauwert dadurch entsteht. In der Praxis wird dabei bei Tertiärfarben die Buntfarbe entfernt, die den geringsten Farbanteil aufweist und durch einen Schwarzwert ersetzt. Diese beiden Vorgehensweisen (Unbuntaufbau und Schwarzaufbau) bzw. deren Definition führen mitunter zu Verwechslungen. Deshalb einigte man sich in der Branche auf die beiden fest stehenden Begriffe Grey Component Replacement (GCR) und Under Color Removal (UCR), deren Definitionen klarer voneinander abgesteckt sind. UCR Beim Under Color Removal (kurz UCR) werden die gleichen Anteile von Cyan, Magenta und Gelb in den hierdurch neutralen Bereichen vermindert und durch Schwarzanteile ersetzt. UCR wird hauptsächlich bei Bildern verwendet, die scharfe Linien oder Buchstaben zeigen, wie Screenshots oder Pixelbilder. Die Nutzung eines reinen Buntaufbaus würde hier zum Verschwimmen der feinen Striche führen. Wer deshalb viel mit derartigen Bildern im Druck arbeitet und sie hierzu in CMYK umwandeln muss, sollte bei der Umwandlung beim Punkt "GCR" die Option "max. Schwarz" verwenden, damit das Grau der Screenshots nur aus Schwarz besteht. GCR Das Grey Component Replacement (GCR) hingegen reduziert den Farbauftrag nicht nur durch Ersetzung der Grautöne, sondern geht noch einen Schritt weiter, indem auch einzelne Buntfarben durch Schwarz ersetzt werden. Das Problem hierbei ist allerdings, dass bei Verwendung von zuviel Schwarz im Druck die Bilder kraftlos wirken, "vergrauen" und hierdurch an Brillanz verlieren. Zudem kann es zu sichtbaren Tonwertsprüngen kommen, wenn die Umrechnung nicht stimmt. Deshalb sollte man das unterschiedlich einzustellende GCR maßvoll einsetzen - am besten im mittleren Bereich, so dass helle Töne davon nicht betroffen werden. Dennoch ist GCR vor allem bei Produkten einzusetzen, die schnell trocknen und wenig Farbauftrag aufweisen sollen. In den meisten Farbseparationseinstellungen der Anwendungsprogramme und in den gängigen ICC-Profile wie ECI-ISO Coated und Uncoated ist deshalb bereits ein mittleres GCR beim Arbeitsfarbraum eingestellt. Farbaufbau selbst verändern Verwenden Sie bei der Umrechnung Ihrer RGB-Bilder in CMYK ein ICC-Profil (unter Photoshop im Menü "Bearbeiten", Menüpunkt "Farbeinstellungen", Bereich "Arbeitsfarbraum:CMYK"), müssen Sie sich nicht weiter um die Einstellungen des Farbaufbaus kümmern. LASERLINE empfiehlt die Verwendung der Profile der ECI. Diese orientieren sich am Prozessstandard Offsetdruck, nach dem LASERLINE auch seinen Workflow eingerichtet hat. Außerdem ist die Farbumwandlung mit diesen Profilen ideal abgestimmt auf das jeweilige Papier. Die in derartigen Profilen niedergelegten Einstellungen sind Standardwerte, mit denen man in der Praxis gute Erfahrungen gemacht hat. Bei manchen Motiven ist es aber ausnahmsweise auch einmal sinnvoll, nicht mit den Standardprofilen die Farbumwandlung nach CMYK durchzuführen. Beispielsweise bei Screenshots oder Logos, bei denen Grauwerte möglichst neutral erscheinen sollen und deshalb am besten nur aus Schwarz bestehen. Für solche Gelegenheiten empfiehlt es sich, in Photoshop in den Farbeinstellungen unter "Arbeitsfarbraum:CMYK" den Punkt "Eigenes CMYK" auszuwählen. Suchen Sie sich hier die gewünschten Druckfarben und wählen Sie im unteren Bereich "GCR" sowie bei Schwarzaufbau "Maximal". Diese Einstellung in Photoshop empfiehlt sich z.B. für Screenshots. In der Regel sollten Sie Ihre Bilder allerdings mit einem ICC-Profil der ECI umwandeln.
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