Bitte Abstand halten!
Text transportiert Inhalte, zu viel Text lässt jedoch Bleiwüsten entstehen: Für die Lesbarkeit sind Freiräume und Absätze genauso wichtig wie die Buchstaben selbst.
06. Oktober 2011
Buchstabe reiht sich an Buchstabe, Wort an Wort, Zeile an Zeile. Bereits der erste Blick entscheidet, ob wir einen Text gern lesen oder nicht. Fließtext ohne Gliederung wirkt schon ermüdend, bevor man nur einen Satz gelesen hat. Deshalb heißt es: Ordnung schaffen im Layout! Absätze, Einzüge und Schmuckelemente räumen auf.
Die Gliederung macht’s

Quelle: D. Braun (Pixelio.de)
Damit Text vom Leser möglichst schnell und störungsfrei wahrgenommen werden kann, muss er gegliedert werden. Dabei bieten sich neben Absätzen auch Einzüge und Schmuckelemente, zum Beispiel Initialen, an. Sie haben wesentlichen Anteil am Grauwert eines Textes, der wiederum die Lesbarkeit beeinflusst. Ein Text, der schlecht lesbar ist, kann zwar vom Leser trotzdem entziffert werden. Dabei ermüdet jedoch das Auge schneller und die Aufmerksamkeit lässt rascher nach. Deshalb werden solche Texte als „schwer zu lesen“ empfunden.
Warum braucht man Absätze?
Leerzeilen gliedern den Text in sinnvolle Abschnitte und unterstützen dadurch den Lesefluss. Zudem wirken Textblöcke auf den ersten Blick dadurch übersichtlicher, der Eindruck einer „Bleiwüste“ wird vermieden. In der Regel enthält jeder Absatz einen bestimmten Aspekt eines Themas. Dadurch lassen sich die einzelnen Punkte nicht nur leichter auseinander halten, sondern später auch einfacher wieder finden. Gut gegliederte Texte werden zudem deutlich besser verstanden als solche ohne Absätze – selbst wenn sie den gleichen Inhalt umfassen. Allein durch das luftigere, ordentlichere Layout wird der Text als „einfacher“ empfunden.
Einzug halten

Quelle: Rainer Sturm
(Pixelio.de)
Neben Absätzen sind Einzüge ein probates Mittel, um für Ordnung bei Texten zu sorgen. Es braucht nicht gleich ganze Leerzeilen, um Text optisch zu gliedern: Einzüge sind unauffälliger, verfolgen aber das gleiche Ziel. Zieht man nur die erste Zeile ein, so sollte der Einzug ein Geviert betragen. Umgekehrt funktioniert es mit dem hängenden Einzug: Dabei wird die erste Zeile eines Textblocks ganz gefüllt und die folgenden werden eingezogen. Andere Begriffe für dieses Verfahren heißen „negativer Einzug“ oder „Auszug“. Auch hier werden die eingezogenen Zeilen um ein Geviert nach innen gerückt.
Schmückend gliedern
Eine weitere Option für die Textgliederung ist die Verwendung von Schmuckelementen. Diese Variante sollte jedoch am sparsamsten verwendet werden, da Linien, Rahmen oder Initialen selbst auffallend wirken. Ähnlich wie beim Einzug kann man Initialen hängend gestalten, die Zeilenbreite wird dann länger und das Initial ragt aus dem Textblock heraus. Als Initial nimmt man den ersten Buchstaben des neuen Abschnitts und setzt ihn in einer Größe von zwei bis vier Zeilen. Dient das Initial nur dazu, den Text zu gliedern, sollte man eine eher kleinere Größe und ein unauffälliges Schriftbild wählen.
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