ICC-Profile beschreiben den Farbraum von Geräten. Herausgegeben werden sie unter anderem von der ECI, die kostenlose Profile für gestrichene und ungestrichene Medien anbietet.
15. Oktober 2009
Farbmanagement sorgt dafür, dass Monitore, Scanner, Belichter und Druckmaschinen Farbtöne gleich wiedergeben. Dazu tragen die ICC-Profile einen wesentlichen Teil bei. Sie beschreiben den Farbraum des jeweiligen Geräts und werden vor allem bei der Konvertierung von Daten in verschiedenen Farbräumen eingesetzt.
Das International Color Consortium (ICC)
ICC-Profile, auch Farbprofile genannt, haben ihren Namen vom
International Color Consortium. Es wurde 1993 von Herstellern der grafischen Branche ins Leben gerufen. Ziel war es, die Farbmanagement-Systeme zu vereinheitlichen. Zu den Gründungsmitgliedern zählten unter anderem Adobe, Agfa, Apple, Kodak und Microsoft.
ICC-Profile
Ein ICC-Profil ist ein genormter Datensatz, der den Farbraum eines Geräts beschreibt. Liegen Farbwerte außerhalb des Farbraums eines Systems, so werden sie verschoben. Bei diesem Vorgang, der auch „Gamut Mapping“ genannt wird, kommen
Rendering Intents zum Einsatz.
Empfohlene Profile
Die European Color Initiative (ECI) veröffentlicht auf ihren
Internetseiten kostenlose Profile zum Download. Die Gruppe wurde auf das Betreiben der Verlagshäuser Bauer, Burda, Gruner+Jahr sowie Springer im Jahr 1996 gegründet. Neben Profilen für den Offsetdruck werden auch solche für den Tiefdruck oder den Endlosdruck bereit gestellt.
Profile für den Offsetdruck
LASERLINE druckt nach dem Prozess Standard Offsetdruck (PSO). Er stellt eine einwandfreie und reproduzierbare Druckqualität sicher. Für den Druck auf gestrichene Papiere wird das Profil „ISO Coated_v2_eci.icc“ empfohlen. Für ungestrichene Papiere wird das Profil „PSO_Uncoated_ISO12647_eci.icc“ heran gezogen. Beide Profile sind im Download-Paket „ECI Offset 2009“ enthalten. Beigepackt sind auch Erläuterungen im PDF-Format zu jedem Profil.
Anwendung der Profile

Quelle: Sandra Küchler
Die herunter geladenen Profile lassen sich zum Beispiel in der Creative Suite von Adobe nutzen. In Photoshop öffnet man dazu „Bearbeiten“ und „Farbeinstellungen“. Unter „CYMK“ lässt sich dann auswählen „CMYK-Einstellungen laden“. Nun öffnet sich ein Ordner, in den das herunter geladene Profil gespeichert wird. Als nächstes wählt man das Profil aus und sichert die Einstellungen.